Ein Beitrag zur Fotografie-Blog-Bühne

Weil es gerade draußen so wunderbar angenehm regnet und der Himmel seine Wassertropfen auf das Dach wirft, habe ich es mir auf dem Bett mit einer warmen Tasse Tee gemütlich gemacht. Eigentlich wollte ich diesen Moment der Ruhe nutzen um meinen Testbericht für das SIGMA 30 F1.4 vorzuschreiben (hier gibt es schon ein paar Testbilder), doch wie es der Zufall so wollte, bin ich über meinen Feed Reader auf den aktuellen Beitrag von Michael Omori Kirchner (alias fotografr.de) gestoßen. Da ich das Themenfeld meines Blogs vor einiger Zeit abgewandelt und ich mich somit mehr der Fotografie zugewandt habe, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um mich und mein Projekt vorzustellen. Die Fragen hierfür übernehme ich einfach eins zu eins von Michael.

Ich blogge seit …

… 2009. Ungewohnt aber wahr. Ich habe damals mit einem simples Affiliate-Projekt für Spiele und Filme angefangen. Nach und nach kamen mir dann weitere Projektideen, die dann erstmal 2009 als Blog einen passenden Rahmen gefunden haben. Bei dem ersten Projekt handelt es sich geradewegs um diesen Blog – nur sah er damals etwas anders aus und beschäftigte sich mit Themen wie Suchmaschinenoptimierung, Filme und derlei. Kurz darauf habe ich bereits weitere Blog-Projekte in Angriff genommen und habe mir so ein kleines Netzwerk aufgebaut. Doch wie so oft entdeckt man irgendwann, dass die darin investierte Zeit nicht im Verhältnis zu dem Stand, was in der realen Welt (also außerhalb des WWW’s) geschieht. Gerade dieser Umstand hat mich meine Projekte aus den Augen verlieren lassen.

2013 war für mich und für den Deeblog dann aber ein Neustart möglich und so habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen meine bisherigen Erfolge mit dem Blog vom Tisch zu schieben und von null zu beginnen. Ich bin gespannt, wohin mich die Reise hinführt.

Ich blogge weil …

… es mir einen Raum lässt, den man in dieser Form nur selten findet. Ein Blog spiegelt auch immer das Verhältnis zum Thema wieder über das man berichtet. Hier kann man seine Leidenschaft für ein Thema ausleben und den Rahmen, sowie dessen Bedingungen selbst gestalten. Und gerade diese Entscheidungsfreiheit gibt mir das, was mir in vielen Bereichen des Lebens fehlt. Ich kann mich mitteilen und das unabhängig von Editoren, Redakteuren oder Geldgeber. Wenn es mir in den Fingern juckt, weil einmal mehr die Werbung junge Menschen zu Konsumaffen mutieren lässt, kann ich ungehindert meinem Publikum davon berichten. Zudem bietet es mir die Möglichkeit meine Erfahrungen im Allgemeinen und meine Fotografien oder Stories im Speziellen mit anderen zu teilen.

Mein fotografischer Schwerpunkt ist …

… schwierig. Ich interessiere mich unheimlich für Landschafts- und Streetfotografie. Nur lege ich mich in vielen Bereichen (noch) nicht fest, denn dafür habe ich noch lange nicht jeden Bereich in seinem vollen Umfang beschnuppern können. Gewiss ist für mich aber, dass ich die Peoplefotografie nicht mag. Ich schaue mir die Ergebnisse von anderen Fotografen sehr gern an, keine Frage. Aber ich kann darin nicht die Bestätigung finden, wie ich sie etwa in der Streetfotografie erkennen kann. Unabhängig davon definiere ich für mich Landschaftsfotografie auch nicht nur als das Festhalten von Landschaften, sondern es umfasst für mich vielmehr weitere Gebiete, wie der Natur- oder Tierfotografie.

Sonnenuntergang im Herbst-2

Einfacher ist es für mich, wenn ich sagen kann, worin ich keinen Schwerpunkt sehe: Peoplefotografie. Darunter fallen für mich sämtliche gestellten und übertrieben inszenierten Bildkompositionen. Darin erkenne ich keine Botschaft und häufig suche ich auch gar nicht erst danach. Beispielhaft sind in diesem Zusammenhang all jene Fotografen, die diese (meinem Empfinden nach) wenig kreativen und häufig nichtssagenden Hochzeitsfotografien oder Portraits erstellen und anschließend darin die Welt sehen können. Da mir dieser Bereich nichts gibt, suche ich entsprechend in den anderen Disziplinen nach Motiven und Geschichten bzw. lasse mich auch gern von anderen inspirieren.

Aber auch Architektur hat auf mich eine Anziehungskraft und so ziehe ich auch gern los und versuche Symmetrien, Kontraste und Formen festzuhalten. Spannend dabei ist, dass es sich wunderbar mit der Streetfotografie verbinden lässt.

Modern Architecture by Patrick Wienecke

Knock Out

Fotografie bedeutet für mich …

… dem Augenblick die nötige Dauer zu verleihen!

Meine fotografischen Vorbilder sind …

… einfach zu benennen, wenn ich mich auf eine bestimmte Auswahl beschränken muss. In der Summe komme ich hierbei auf vier wunderbare Namen von vier hochklassigen Fotografen, die mich immer wieder inspirieren und vor denen ich den allergrößten Respekt habe.

Neben diesen vier grandiosen Fotografen finde ich in vielen anderen Fotokünstlern aber auch “Vorbilder” und Inspirationen.

Wenn ich das Budget für eine vierwöchige Foto-Reise gestellt bekommen würde …

… hätte ich verschiedene Ideen und Projekte, die ich gern umsetzen würde. Ich versuche mal kurz zu umreisen, was mir da so vorschwebt. Zum einen würde ich sehr gern den Te Araroa Trail (Neuseeland) bewandern oder mit dem MTB befahren und das Erlebte mit Bildern, Timelapses und Videos dokumentieren. Eine anderer Traum wäre es ein soziales Projekt zu unterstützen. Ob mich dieses Projekt durch die Städte Deutschlands führen würde, um das Leben und Leiden der Obdachlosen zu begleiten oder ich mich in Bangladesh wiederfinden würde, um die Diskrepanz unserer Welten festhalten zu können, es wäre mir egal wie und wo eine Freude an die verschiedensten Orte der Welt zu kommen.

Neben den “allgemeinen” Träumen wie eine Inselreise auf Island oder einer Antarktisexpedition, träume ich davon auf dem bisher einzigen Öko-Liner mitzufahren und anzuheuern. Am liebsten würde ich jedoch sehr gern nach Afrika reisen und mich dort den Elefanten widmen.

Wenn ich eine beliebige (lebende) Person vor meine Kamera bitten dürfte …

… wären das ohne Frage: Christian Bale oder die Mitarbeiter und Helfer des ICRC.

Wenn ich einen Einsteiger für die Fotografie begeistern wollte …

… würde ich ihm als erstes raten auf den Automatik- oder Kreativmodus der Kamera zu verzichten. Man lernt das Handwerk nur, wenn man es beherrschen lernt – und das geht eben am besten im AV-, TV- oder M-Modus.

Wer über die hier beantworteten Fragen noch weitere Fragen hat oder Anmerkungen machen möchte, kann das entsprechend gern in den Kommentaren machen. Ich selbst bin gespannt auf die Teilnahme am Aufruf von Michael. Wenn mir die Ergebnisse gefallen, werde ich mich in einer freien Minute zurückziehen und die Liste der Teilnehmer aufbereiten und hier auf dem Blog vorstellen.

2. Februar 2014

2 responses to Ein Beitrag zur Fotografie-Blog-Bühne

  1. Bernd said:

    Hallo Patrick,

    wirklich interessant wie ähnlich und teilweise doch recht unterschiedlich unsere Antworten sind. Gerade der Rat für Einsteiger unterscheidet sich doch gravierend bei uns :-) Aber ist ja auch richtig so! Wenn wir alle die gleichen Meinungen hätten wäre die Welt ja langweilig.

    Das mit den Fotoreisen sollten wir mal im Auge behalten. Vielleicht könnte man sich hier ja auch zusammen tun. Alleine ist es doch meist recht eintönig auf diesen Reisen.

    Grüße,
    Bernd

    • Patrick said:

      Hey Bernd,

      freut mich, dass es dich auch auf meinen Blog verschlagen hat. Habe gestern (während des Superbowls) mal alle durchgeschaut und bin auf 46 Seiten gekommen. Hab’s sogar mal in ne Excel-Tabelle geschmissen. Man weiß ja nie, gell? ;-)

      In der Tat, so eine gemeinsame Reise wäre sicher super spannend und aufregend. Können wir ja mal im Hinterkopf behalten. Brauche bis dahin aber noch eine passende Reiseausrüstung. Da mangelt es bisher noch etwas.

      Prinzipiell mag ich die Missionierung von Interessierten oder Neueinsteigern nicht. Daher wäre mein einziger Tipp den ich geben würde: Kein Automatikmodus. Denn so sieht man sofort, wie sich was ändert, wenn man mit den verschiedenen Werten spielt.

      Grüße,
      Patrick

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