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Experten, solche die es sein möchten und die Anderen

Veröffentlicht am | Januar 11, 2012 | 4 Kommentare

Scheinexperten sind voll im TrendMit dem Redesign dieses Blog und der thematischen Aufbereitung meiner Inhalte habe ich mir vorgenommen künftig immer mal wieder – ohne festen Zwang und Bindung – kritisch die Welt zu bewandern und meine Beobachtungen über vereinzelte Missstände unserer Gesellschaft zu berichten. Mit anderen Worten: Ich trolle, kritisiere, beäuge … usw.

Ein Thema, welches mir schon lange auf der Seele brennt, beschäftigt sich mit dem noblen Thema Experten. Wer sich mit Sachverhalten jedoch etwas genauer beschäftigt und über ein gewisses Know-How verfügt, der wird wissen, dass es neben den braven Schäfchen auch mindestens ebenso viele schwarze Schafe darunter gibt, die versuche als braves Zeitgenossen auszugeben.

Wer sich für eine Thematik interessiert und darin aufgeht, vermittelt sein Wissen durch gut herausgearbeitete Artikel, Videos, Kommentare oder über andere Medien. Auf diese Weise helfen solche Menschen andere Menschen bestimmte Sachverhalte besser verstehen zu können. Das daraus resultierende Ergebnis kürt so jemanden zu einem Experten. Die Meinung eines Experten wird oftmals ohne zu hinterfragen übernommen.

Genau das ist der Grund, warum so viele Menschen darauf aus sind Experten in irgendetwas zu sein. Durch die Flut an Informationen und der fehlende Ehrgeiz vieler Menschen Dinge zu hinterfragen führt dazu, dass in diesem System Betrüger und schwarze Schafe aufgehen und aus dem Boden sprießen. Das führt dazu, dass plötzlich Jedermann wichtig sein möchte.

Genau darin sehe ich ein erhebliches Problem. Deshalb möchte ich meine Gedanken zu Experten, solche die es sein möchten und die Anderen in diesem Post festhalten.

Experten, solche die es gern wären und die Anderen

Was sind Experten?

Bevor ich nun vollends loswettern kann, möchte ich auf die Definition >>Experte<< verweisen, die wie folgt lautet:

Experte, von lateinisch expertus ‚erprobt‘, ([...] Fach- oder SachkundigerSpezialist) ist ein Schlagwort und bezeichnet als solches eine Person, die über überdurchschnittlich umfangreiches Wissen auf einem Fachgebiet oder mehreren bestimmten Sacherschließungen oder über spezielle Fähigkeiten verfügt, oder der diese Eigenschaften zugeschrieben werden.

Es gibt keine Erlaubnisprüfungen, die zum Führen eines Titels Experte befähigen. Im Gegensatz zum Sachverständigen kann eine objektive Qualität der so bezeichneten oder selbst ernannten Experten aus der Bezeichnung nicht abgeleitet werden.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Experte

Demzufolge kann sich also jeder einzelne als Experte titulieren. Wunderbar – nicht wahr?! Und eben das ist meiner Auffassung nach das Problem.

Plötzlich gibt es Experten für alles. Wird im Fernseher ein Beteiligter interviewt, gilt er als Experte. Schön das in diesem Zusammenhang auch unsere ehemalige Familienministerin Frau Von der Leyen als Spezialistin für Neue Medien und nicht zuletzt für Soziale Medien – also dem Internet – war. Wie kommt es, dass jemand, der keine Ahnung von einem Sachverhalt hat, als Fachmann (oder in diesem Fall als Fachfrau) gilt? Da passt doch etwas nicht.

Experten, solche die sich dafür halten und die Anderen …

Mein eigentliches Problem liegt hierbei nicht bei Ursula von der Leyen. Es geht mir um die Verbreitung von Informationen. Allem voran in der Seo-Szene.

Ein Blick ins Web verrät, wie viele unzählige Blogs existieren und viele sich davon mit der Suchmaschinenoptimierung beschäftigen. Allerdings möchte ich nicht wissen, wie viele dann letztlich gewissenhaft eigenen und ehrlichen Content produzieren.

Wenn es dabei bleiben würde, könnte man sagen, macht euer Ding. Google wird es merken und ihr irgendwann an den Besucherzahlen. Doch leider bleibt es nicht dabei.

Plötzlich erscheint ein weiterer SEO-Blog, geführt von einem Szeneneinsteiger, der vorher noch nie eine Website betreut hat, jemand, der noch keine Grafik erstellt hat oder 100€ für ein Seo-Tool bezahlt hat. Dieser Jemand begegnet dem Rest mit einem kräftigen “Hallo!” und spielt sich als Experte auf.

Wenn ich dann meine Beiträge auf solchen Blogs sehe und lese, wie dieser vermeintliche Experte anderen erzählt, wie Suchmaschinenoptimierung funktioniert, dann könnte ich aus der Haut fahren.

Es gibt für mich 3 Kategorien:

  1. Experten
  2. solche die es gern wären (Möchtegernexperten)
  3. die Anderen

Experten

Unter dem ersten Punkten (Experten) sehe ich solche Menschen, die die Szene bereichern, ihre Erkenntnisse teilen und wirklich Ahnung haben. Dazu zähle ich das Team Seo-united (Heiner, Constantin, Stefan, Maximilian) , Hanns Kronenberg (Sistrix), Anatol Stefanowitch, das Team um die Seotrainees & rankingCheck. Auch wenn er manchmal sehr viel Stuss redet, so hat der liebe Holger Klein (Wrint) ein enormes Repertoire an Wissen. Das macht ihn für mich zu einem Experten.

Ich könnte diese Liste noch endlos weiterführen (doch niemand kommt über den Papa ;-) ), daher belasse ich es dabei. Es sollte zu mindestens klar sein, was ich unter einem Experten verstehe.

 Solche die es gerne wären …

Unter dieser Kategorie fasse ich all diejenigen zusammen, die sich als Weltenretter und Fachmänner verstehen. Eben solche, die darüber reden wie ein Wasserkocher entkalkt wird, aber im wirklichen Leben noch kein einziges Mal den Kocher entkalkt haben.

Es sind all diejenigen, die pausenlos darüber berichten wie man erfolgreich im Web sein kann und doch alles nur aus dem englischen Übersetzt haben und kein bisschen Verständnis für die Thematik haben (… Anspielung auf Jürgen SchnickExpertenpositionierung durch Copy & Paste).

Es sind diese Leute, die zahllose anderen Menschen etwas vom Pferd erzählen. Sie geben sich als Experten aus und treiben andere direkt ins Verderben. Das diese vermeintlichen Opfer dabei einen bedeutenden Anteil haben ist ein anderes Thema, welches vielleicht beim nächsten Mal in den Vordergrund rückt.

Die Anderen

Neben den Experten erachte ich diese Gruppe ebenfalls als rechtschaffend und ehrlich. Sie sind keine Experten – noch nicht. Unter dieser Kategorie sind jene zusammengefasst, die sich für bestimmte Sachverhalte mehr interessieren als andere. Ihr Wissen und ihre Reputation befinden sich noch in einem solchen Stadium, dass für andere (noch) nicht als Spezialisten gelten.

Ein schönes Beispiel hierfür ist der liebe Christian (zweidoteins). Mit seinem Blog hat er sich durch sein Interesse an der Suchmaschinenoptimierung und dem Affiliate Marketing einen Ruf geschaffen, der ihn mittlerweile sicherlich in bestimmten Dingen als Fachmann gelten lässt. So nehme ich an, dass seine Leidenschaft und Affinität gegenüber der Musik zu einem Spezialisten werden lässt.

Schlusswort

Grund der Aufregung und dieses Posts war eine Mail in meinem Postfach, in der der Betreffende mir eine Suchmaschinenoptimierung für eine meiner Websites angeboten hat. Dieser Jemand hat schon des öfteren Blogposts von diesem Blog via Copy & Paste übernommen und als eigene ausgegeben.

Wenn mir dann so jemand erzählen möchte, wie man eine Optimierung macht, dann könnte ich die Wände hinaufklettern. Ernsthaft, da schwillt mir die Galle an. Euch ist das sicherlich auch schon unter die Augen gekommen oder? Rege ich mich zu Recht auf? Was meint ihr dazu?

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Kommentare

4 Antworten zu “Experten, solche die es sein möchten und die Anderen”

  1. Boris
    Januar 16th, 2012 @ 19:33

    Wie schaffst du es, in dieser Situation so ruhig zu bleiben? Vermutlich würde ich völlig ausflippen, wenn mir das passiert wäre. Was ich mir dabei denke ist, dass die Nachahmer eh nur im Windschatten fahren. Und wer immer nur in die Fußstapfen von anderen steigt, wird nie eigene Spuren hinterlassen!

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  2. PatrickW.
    Januar 16th, 2012 @ 22:47

    Das ist eine sehr gute Frage. Ehrlich gesagt kann ich Dir nur sagen, dass ich mich in meinen Beiträgen immer mal wieder aufrege, aber dennoch versuche einen relativ objektiven Beitrag zu schreiben. Vor allem, wenn es um solche Dinge geht.

    Als ich diese SEO-Anfrage bekommen habe, bin ich beinahe an die Decke gesprungen.

    Aber wie Du schon meintest, es sind halt meistens Nachahmer. Irgendwo im Netz hat man einen Beitrag über “Geld verdienen leicht gemacht” gelesen und schon hält sich die Hälfte für Experten im Affiliate Marketing. Unfassbar.

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  3. Frank
    Februar 18th, 2012 @ 14:27

    Ist eine schöne Einteilung ;) und auch für mich als Leien einfach zu verstehen. Seo hier, Seo da – als Blogschreiber (3 Blogs) bekomme ich immer wieder irgendwelche Angebote von sogenannten “Spezialisten”. Meistens kann ich über die Angebote nur schmunzeln, weil ich meine Blogs rein privat als Spass an der Freude betreibe. Und da ich dass auch auf meinen Blogs öffenlich kundtue, wäre es den Absendern der Mail sicherlich aufgefallen – wenn sie sich wirklich mit meinen Seiten beschäftigt hätten. Ich finde das lustig, dass sich die Leutchen die Mühe machen und meine eMail-Addy mühselig beschaffen aber es nicht schaffen, ein paar Zeilen Text zu lesen und zu verstehen. Das schöne an diesen Werbemails ist der Knopf rechts unten. Delete. Und gut ist.

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  4. PatrickW.
    Februar 20th, 2012 @ 08:47

    Nur ist es aber in vielen oder sagen wir in fast allen Fällen so, dass diese vermeintlichen Experten einen kurzen Code schreiben (oder sich einen Code aus dem Netz ziehen) und mit einer Liste von zahlreichen Websites füttern. Heraus fallen dann die E-Mail-Adressen der Betreiber.

    Wenn sich diese “Experten” wenigstens noch die Mühe machen würden und mir eine persönliche Mail schicken würden, dann wäre das alles nur halb so schlimmer. Aber so – eine reine Lachnummer, die den morgendlichen Kaffee madig macht.

    Grüße ;-)

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