Der Wert der Blogger-Freundschaften
Veröffentlicht am | August 5, 2010 | 5 Kommentare
Es gibt sie bei Facebook, bei Myspace, bei studiVZ, schuelerVZ und meinVZ – es gibt sie praktisch in jedem erdenklichen Netzwerk – Freundschaften oder sogenannte Freunde. Das sind die Leute, deren Profile man online anklicken und diese Person per Mausklick zum Freund ernennen oder ihm diesen „Status“ vorenthalten kann. Inzwischen sind 500 Millionen Menschen bei Facebook aktiv und somit sind 500 Millionen Menschen “Freunde”.
Welchen Wert solche Freunde haben und ob eine einzige Person tatsächlich mehr als 100 Freundschaften pflegen kann, darüber lässt sich streiten. Worüber sich jedoch nicht streiten lässt, ist die Tatsache, dass auch unter Bloggern so mancher Kontakt zu einer Freundschaft heranwächst. Teilweise geschieht dies sogar mit Personen, die man im Offline-Leben nicht einfach mal so auf der Straße angesprochen hätte – online geht das.
Wie Blogger-Freundschaften entstehen
Eine Freundschaft unter Bloggern entsteht, wie im Offline-Leben auch, nicht mal eben so. Es genügt sicher nicht, mal ein Comment in einem Blog zu posten, ein paar Tweets zu retweeten oder bei der ein oder anderen Statusmeldung „Gefällt mir“ zu klicken. Meine Erfahrungen zeigen, dass eine Art Freundschaft oder sich anbahnende Freundschaft in jedem Fall immer durch direkte Kommunikation entsteht – und vor allem: Kommunikation in Echtzeit. Chatten, Skypen – was auch immer – das macht unser Gegenüber einschätzbarer und entweder sympathisch oder eben nicht. Die gewisse Chemie oder nennen wir es die Wellenlänge entsteht auch im Netz hauptsächlich durch direkte Gespräche unterschiedlichster Arten.
Der Wert einer Blogger-Freundschaft
Natürlich geht es bei Blogger-Freundschaften hauptsächlich um das Netz – zu Beginn zumindest in jedem Fall. Da wird gemeinsam gefachsimpelt, philosophiert oder Tipps werden ausgetauscht. Das Vertrauen wächst und die Person gegenüber wird mit der Zeit ein fester Bestandteil des eigenen Online-Lebens.
Welchen Wert hat das jedoch? Dabei sollte man ganz klar zwei Bereiche unterscheiden – den persönlichen Wert einer Blogger-Freundschaft, sowie den blogbezogenen Wert. Denn Online-Freundschaften basieren ebenfalls auf einem Nehmen und Geben und dies natürlich nicht selten, indem sich jene Personen gegenseitig beim Bloggen, Twittern, Youtuben, Gastartikel schreiben etc. unterstützen.
Dabei würde ich Blogger-Freunde jedoch nicht als „blinde Gönner“ des Blogs des jeweils anderen bezeichnen. Im Gegenteil – Blog-Freunde können meist freundlicher und effektiver Kritik zum Blog oder zum eigenen Handeln im Blog anbringen als so mancher Anonymus, der sich in diversen Kommentaren einfach mal „auskotzt“. Und man nimmt sich dieser Kritik in den meisten Fällen viel eher an.
Was eine Blogger-Freundschaft nicht sein sollte
Wie ich bereits oben erwähnte, basiert eine Freundschaft unter Bloggern (wie real auch) auf „Geben und Nehmen“. Unangenehm wird es jedoch dann, wenn sich dies nicht mehr die Waage hält. Das kann der Eine missverstehen und der Andere weiß gar nicht, was er schlimmes angestellt hat. Definitiv sollte eine Blogger-Freundschaft aber auch nicht nur dem Zweck dienlich sein, sich möglichst viele Links zuzuschmeißen oder sich permanente überschwängliche Empfehlungen in den Rachen zu werfen. Zumindest ist das mein Verständnis. Alles in allem gelten in meinen Augen die „ungeschriebenen Gesetze“, die jede Freundschaft mit sich bringt. Unwahrheiten oder Betrügereien sind da in jedem Fall deplatziert.
Ein persönliches Fazit
Ich mag meine Blogger-Freunde! Sie sind mir ans Herz gewachsen und ich brauche sie – persönlich und blogbezogen. Das mag komisch klingen, aber letztlich sind sie ein großer Teil meiner Kontakte im Netz. Ich mag ihre Tipps und ihre Kritik und ich schätze ihre Meinung. Ich möchte an dieser Stelle nicht den Eindruck erwecken, dass es mir dabei nur um meine eigene Blogpräsenz geht, weswegen ich Blogger-Freunde toll finde. Doch das was sich jenseits der Blogs abspielt ist auch wie im Offline-Leben nun mal privat und wird im stillen Kämmerchen wertgeschätzt. ;-)
Jasmina, alias sommerkoma, ist derzeit Gastautorin bei Deeblog. Sie ist eCommerce Managerin und bloggt privat auf Onlinelupe.de und twittert hier.
loading...
loading...
Ebenfalls Lesenswert
- » Webmasterfriday: Blog-Rätsel Woche
- » Thema der Woche: Blog-Designs - darf's was kosten?
- » Negativauswirkungen moderner Medien auf die Sprachkultur
- » BlackMonday - Stunde Null auf Deeblog
- » Erfolgreich Bloggen, aber wie? - Teil 1
Kommentare
5 Antworten zu “Der Wert der Blogger-Freundschaften”
Hinterlasse einen Kommentar
August 6th, 2010 @ 10:41
[...] heute ein wenig auf den Deeblog “aufpassen” und werde hier auch einen Artikel zum Thema Blogger-Freundschaften veröffentlichen. Auch steht es mir zu während Patricks Abwesenheit die Kommentare ein [...]
August 6th, 2010 @ 12:31
Schöner Beitrag. Kann Dir nur zustimmen. Und: ich mag meine Blogger-Freunde auch. Wenn ich jetzt den “gefällt mir” – Button anklicke: sind wir dann befreundet? :-)
loading...
loading...
August 6th, 2010 @ 15:01
Nunja ;) lt. Facebook schon ;-) Es freut mich übrigens, dass Dir der Artikel gefällt ! Viele Grüße
loading...
loading...
August 9th, 2010 @ 17:20
Vielen Dank für diesen Artikel, habe auch direkt “Gefällt Mir” angeklickt ;-) Mir ist zu diesem Thema während meiner Abwesenheit sogar noch ein wenig eingefallen, werde demnächst einen Teil dransetzen.
Woran ich mich aber als erstes ranmachen werde, sind ein paar Daten für dich. Werde mich dann bei dir melden!!
Liebe Grüße
loading...
loading...
September 6th, 2010 @ 14:47
[...] an Patrick vom Deeblog für die Möglichkeit des Gastbloggens [...]