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Social Media Marketing – Die 7 Todsünden II

Veröffentlicht am | Juli 8, 2010 | 5 Kommentare

Letzte Woche habe ich den ersten Teil zu meiner – vorerst – zweiteiligen Artikelserie zum Thema: Die 7 Todsünden im Social Media Marketing veröffentlicht. Darin ging es um die Art und Weise, wie Unternehmen und Werbetreibende durch ihr Handeln oder vielmehr durch ihr falsches Handeln potenzielle Kunden vertreiben, verärgern und für dumm verkaufen. Dabei bin ich näher auf die Punkte Taubheit, Kritik-Aversion und Täuschungsversuchen eingegangen.

Heute möchte ich jedoch näher auf die Punkte

  • Beschränktheit
  • Faulheit
  • Egoismus und
  • Austauschbarkeit

eingehen.

Wie auch im ersten gilt die Devise, dass sich Unternehmen oder Werbetreibende zum Großteil in absoluter Sicherheit denken und sie sich deshalb einiges rausnehmen, was aber in jedem Fall nach hinten losgehen wird. Wenn nicht heute oder morgen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass etwas schief läuft, kann schon übermorgen der Fall sein. Es gibt daher nicht nur 7 Punkte, die die Unternehmen einhalten müssen um künftig vor dummen Fehlern gewappnet zu sein – sicherlich nicht, dafür machen die Menschen zu viele Fehler ;-)

Beschränktheit

Meines Erachtens nach einer der Haupfehler die man machen kann. Denken wir einmal ein paar Minuten oder Stunden zurück. Nachdem der Pc hochgefahren ist, wird als erstes der Browser geöffnet, für die meisten unter uns geht die Reise direkt zu Twitter, Facebook, den Lieblingsblogs und ähnlichem. Das Stichwort heißt: Kommunikations- oder auch Social Media Plattformen. Eben diese Plattformen sprießen seit einiger Zeit wie Pilze aus dem Boden. So kommt es, dass Onlinespiele wie Ogame oder Secondlife weniger interessant wurden, das Interesse an Facebook & Co stetig gestiegen ist. Welche dieser “neuen” Networks den Nerv der Zeit am besten trifft und für Marketing-Strategien erkundet werden muss, kann noch niemand so genau vorhersagen. Eins ist jedoch sicher. Im Moment muss das Augenmerk auf die größte dieser Plattformen gelegt werden: Facebook. Aber auch Twitter sollte in diesem Zusammenhang nicht vernachlässigt werden, da immerhin mehr als 50 Millionen Tweets täglich um die Welt laufen.

Somit darf man sich als Unternehmen und Werbetreibender nicht mehr nur auf wenige Kommunikationsplattformen mit festen Kommunikationsstilen und -strategien, wie etwa Blogs oder Foren, beschränken. Die Verbraucher bewegen sich flexibel auf immer neuen Plattformen, die jeweils eine individuelle Ansprache und Strategie bedürfen. Andernfalls laufen die eigenen Marketing-Bemühungen ins Leere und man wird nicht wahrgenommen.

Demnach müssen sich auch Unternehmen mit den neuen Plattformen ausgiebig beschäftigen und erforschen, denn nur so, kann man eine gezielte Marketing-Strategie entwickeln, die letztlich beim Kunden ankommt, andernfalls kann man das World Wide Web für die Expansion nicht nutzen bzw. bringt dies dann keinen Kundenzuwachs.

Faulheit

Ein anderer Punkt ist die Faulheit, wir alle kennen sie und manchmal lieben wir sie sogar. Aber in Bezug auf den Internetauftritt ist Faulheit sicher keines der Maximen denen man folgen sollte.

Dafür ziehe ich gern einmal das Beispiel von Twitter heran. In keinem Medium verbreiten sich Informationen schneller als im Internet. Hier setzt der Mircobloggingdienst ein. Wer Twitter kennt, weiß, dass die Timeline nur eine gewisse Anzahl an Tweets anzeigt. “Ältere” Tweets (vielleicht 5 bis 10 Minuten alt :-) ) muss man manuell aufklappen. Und genau das ist der springende Punkt den viele nicht beachten. Wird dieser Tweet nicht von anderen Retweetet, kann er durchaus die Timeline eines jeden Followers durchlaufen ohner gelesen zu werden. Somit kann man festhalten, dass die Lebensdauer eines Tweets nicht gerade die höchste ist.

Nun gut, nicht alle Meldungen sind so kurzlebig wie die eines Tweets, das Prinzip bleibt jedoch bestehen. Indes glauben fälschlicherweise viele Unternehmen und Werbetreibende, dass ihre einmal im Internet kommunizierte Botschaft sich kontinuierlich von selbst verbreitet. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Das Informationsangebot im Internet erhöht sich von Tag zu Tag exponentiell, sodass eine einzelne Information immer unbedeutender und schwerer auffindbar wird. Wenn die Unternehmen nicht ständig auf den für sie relevanten Kommunikationsplattformen kommunizieren, werden sie im Internet deutlich schneller vergessen, als in der realen Welt. Ausruhen und faulen Haut liegen zu bleiben, geht ganz schnell nach hinten los.

Egoismus

“Vertrag kommt schließlich von vertragen” ;-) Nein, so schlimm ist der folgende Vergleich sicher nicht. Social Media Marketing trägt nicht ohne Grund das Wort sozial (=social) im Namen, liege ich jedoch Falsch, verbessert mich! Ein blick in Foren und auf Blogs verrät, dass es nicht mehr nur noch um den bloßen Austausch von Nichtigkeiten, dämlichen Statusmeldungen u.ä. geht, sondern immer häufiger unzählige Fragen geklärt und Herausforderungen mittels der Mitmenschen gelöst werden.

Mitmenschen heißt in diesem nicht, dass sich dabei die Unternehmen enthalten müssen, ganz im Gegenteil. Sofern sie sich fair und ehrlich in eine Diskussion einbringen, sich zu Problemen der Kunden äußern, sich schlicht und ergreifend  als versierte Gesprächsteilnehmer in ihrem Bereich zeigen und sich als uneigenützige Helfer anbieten, dann überlassen sie ihren Mitbewerbern diese wichtige Reputationschance und nehmen sich damit selbst aus dem Rennen.

Austauschbarkeit

Somit komme ich zu meinem letzten Punkt, der Austauschbarkeit. Einer der schwerwiegensten Fehler im Social Media Marketing ist es, wenn man keine USPs für die eigenen Produkte kommuniziert. Sich also keinen veritablen Kundenvorteil verschaffen kann. Mit anderen Worten versteht man gdarunter, dass man (das Unternehmen u.a.) sich mit dem eigenen Angebot nicht deutlich vom Wettbewerb/Markt abheben kann, somit also k0mplett austauschbar ist. (Ein anderes Wort dafür ist: Alleinstellungsmerkmal)

Ist das der Fall, muss man um seine bestehenden Kunden kämpfen und versuchen neue Kunden mit interessanten Angeboten zu locken. In den meisten Fällen heißt das Rezept: Preissenkungen. Jedoch ist das WWW enorm groß, ebenso wie die Konkurrenz, weshalb der Preiskampf nicht selten ein Aus bedeutet.

Fazit

Das waren sie, die 7 Todsünden im Social Media Marketing. Nimmt man alle 7 Punkte zusammen, stellt man fest, dass es in Zukunft nicht einfach sein wird mit den klassischen Marketinginstrumenten und -strategien die richtige Zielgruppe zu finden und letztlich seine Produkte zu verkaufen. Wichtig ist, dass man als Unternehmen oder Werbetreibende stets offen für neue Dinge bleibt und sich nicht davor verschließt. Denn wer hier seine Marketingmaßnahmen nicht ständig anpasst und mit den aktuellen Entwicklungen Schritt hält, der wird schnell überrannt.

Ich hoffe, ich konnte mit dieser kleinen Artikelreihe einige von euch begeistern und würde mich über ein Feedback freuen. Sollte ich öfter solche Themenreihen herausbringen, war der Inhalt gut und verständlich.

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Kommentare

5 Antworten zu “Social Media Marketing – Die 7 Todsünden II”

  1. kat
    Juli 8th, 2010 @ 13:44

    Ich fand diesen Teil richtig gut., habe den ersten verpasst( kann ich mir aber gleich durchlesen)
    gut geschrieben.. hast du irgendwelche Quellen, wo man sich noch weiter informieren kann, über dieses Thema? gruß

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  2. PatrickW.
    Juli 8th, 2010 @ 15:17

    Ich sammle dir mal ein paar Quellen zusammen und veröffentliche sie in einem kleinen Artikel – eine Art Teil 3.
    Habe sogar schon ein passendes Fallbeispielt gefunden, das aktueller nicht sein könnte. Die Ölpest im Golf von Mexiko. BP bedient sich hier seinem Geld und versucht “zu retten” was zu retten ist mit einer völlig diffusen und sinnlosen Marketingstrategie, die eben genau diese Fehler macht, die ich zum Großteil hier aufgelistet habe.

    Bleibe also dran – werde die Artikelreihe um noch mindestens einen Artikel erweitern.

    Liebe Grüße

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  3. nachrichten
    Juli 15th, 2010 @ 14:43

    Wirklch sehr informativ! Werde aufjedenfall wieder kommen. Danke fuer den Beitrag.

    Gruss
    Andres

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  4. PatrickW.
    Juli 15th, 2010 @ 22:16

    Freut mich wenn er dir gefallen hat. Teil 3 ist bereits in Bearbeitung.
    Liebe Grüße

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  5. Tobias Schweizer
    Juli 26th, 2010 @ 09:07

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  • Über den Autor

    About Me - Patrick Wienecke

    Mein Name ist Patrick Wienecke. Ich bin ein totaler Internet addict und Digital Native. Hier schreibe ich über Onlinemarketing, Filme, Musik & über den täglichen Wahnsinn. Neben dem Bloggen versuche ich mich gleichermaßen in der Musik- wie auch in der Podcastproduktion. Ansonsten bin ich einfach nur ein weiterer Webjunky, NCIS-Fan & Student, der hin und wieder alles verbloggt, was ihm vor die Füße gerät.

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