Kampf dem Online-Direktmarketing
Veröffentlicht am | Juli 28, 2010 | 3 Kommentare
Spam greift zunehmend in allen möglichen SocialNetworks um sich. Xing hat da schon länger ein Problem über die Anzeige gefakter Referrer bei öffentlichen Profilen. Mir ist zwar kein Statement dazu bekannt, aber man scheint mitlerweile dagegen vorzugehen. Zumindest verschwinden diese Referrer, die angeblich Videos oder Bilder der angeklickten Person enthalten zunehmend wieder. Mal sehen wie lange das so bleibt.
In den VZ-Netzwerken wird man auch immer wieder von Kontaktsammlern zu den Freunden hinzugefügt. Das Problem lässt sich mit einem Klick auf den “melden” Button allerdings recht schnell beheben. Die VZ´s scheinen mir wirklich viel Wert auf ein sauberes Netzwerk zu legen. Hier hat man offenbar aus Fehlern der Vergangenheit gelernt. Auch wenn diese meines Erachtens teilweise deutlich überbewertet waren.
Und jetzt ist Twitter fällig. Das ist an sich nichts neues. Neu ist, dass man hierbei offenbar direkt angesprochen wird: “website design and hosting #irgendeinespamdomain” @hathead @texascritter”. Führt das wirklich zu irgendwelchen Erfolgen? Entschuldigt die Ausdrucksweise, aber: welcher Spacko klickt denn diesen Müll an? Um es ganz deutlich zu sagen: wer immernoch auf derartigen Spam reinfällt, braucht erstmal einen Internetführerschein. Nicht, dass ich die Idee der Online-Ausweise nicht pervers finde. Aber: Spam lebt davon, dass immer irgendwer dumm genug ist ihn anzuklicken oder aufzuessen. Offenbar gibt es davon immernoch genug Menschen, sonst würde sich der Aufwand des Spammens eines Tages nicht mehr lohnen.
Das Direktmarketing hat schon in Form der telefonischen Kaltakquiese einen äußerst schlechten Ruf. Es ist ein Fehler die auch online zu wiederholen, den früher oder später wird das auch hier mit Sanktionen belegt. Jeder der sich mit der sich mit Online-Marketing im Bereich von SocialMedia befasst, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dieser Prozess komplex ist. Es ist nützt mir rein gar nichts, wenn mir eine Hundefutter hersteller auf Twitter folgt. Dem Hundefutter hersteller wird es auch nichts nützen, denn ich habe keinen Hund. Das wichtigste Prinzip beim Verfolgen und Verfolgt werden lauten immernoch: Aufmerksamkeit durch Interesse. Follower dadurch generieren zu wollen, dass man einfach jedem folgt ist da definitiv der falsche Ansatz. Und so sind unbedachte Produktanbieter der ungeliebte Partygast, der das Gespräch mit der attraktiven Blonden unterbricht: “Habt Ihr das auch gehört? Spam ist ursprünglich Frühstücksfleisch”.
Jakob Zogalla, alias Hathead ist derzeit Gastautor bei Deeblog. Er ist Java-Softwareentwickler und bloggt sonst auf buildblog und bei rankingCHECK und twittert hier.
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Kommentare
3 Antworten zu “Kampf dem Online-Direktmarketing”
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Juli 30th, 2010 @ 10:54
Das ist ein guter Artikel zum Thema Twitter-Spam. Ich glaube auch, dass früher oder später Maßnahmen von Seiten Twitter sogar ergriffen werden MÜSSEN, um Spammern einen Riegel vorzuschieben. Sonst liest man in einem Jahr auf Twitter nichts anderes mehr und das ist für Twitter letztlich imagegefährdend – mitten im horrenden Wachstum.
Ich muss Dir jedoch leider Recht geben, dass es immernoch unglaublich viele naive Menschen da draußen gibt, die diesen Spammern auch noch “Zugang gewähren”. Ich frage mich, ob sie so leichtfertig auch einen Teppichverkäufer in ihre Wohnung lassen würden.
Juli 30th, 2010 @ 20:19
Sehe ich genauso!!
Juli 30th, 2010 @ 20:25
Allein wie mich dieser Kommentar schon anschaut. Es kann drin stehen was will, aber es wirkt immer wieder unästhetisch, es schaut aus wie: Spam!
Dennoch, ich sehe es ebenso. Diese Direktmails oder die Mentions nerven mich mittlerweile. Zu Beginn sind sie mehr oder weniger untergegangen, doch scheinbar springen immer mehr Spammer auf diesen Zug auf und finden “Begeisterung” bei den Twitterusern. Mir will einfach nicht in den Kopf, warum die Menschen hier die Blumenwiese sehen, statt des brachgelegten Landes. Allein der Umstand, dass man in einer Fremdsprache zu einem Thema angesprochen wird, mit dem man nichts zu tun hat, sollte doch zum Denken anregen, oder etwa nicht?