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Social Media Marketing – Die 7 Todsünden

Veröffentlicht am | Juni 27, 2010 | 8 Kommentare

Social Media Plattformen wie Twitter, Facebook oder Youtube sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Höchstwahrscheinlich hat jeder von euch bereits eines dieser Plattformen oder gar alle Plattformen am heutigen Tag aufgesucht. Da das Internet zu einem wesentlichen Bestandteil unserer Gesellschaft geworden ist und sich extrem viele Menschen darin und herum bewegen, versuchen einige einen Nutzen daraus zu schlagen. Demnach springen Werbetreibende und Unternehmen auf den Erfolgszug des WWW auf und versuchen durch bestimmte Instrumente und Strategien Kunden zu gewinnen. Doch das geht nicht von Zauberhand. Um Kunden zu gewinnen, muss man sich etwas einfallen lassen, man muss eine “perfekte” Strategie entwickeln.  Das Problem hieran ist jedoch, dass man enormen Unfug und Schaden anrichten kann, wenn man keine Ahnung hat. In diesem Beitrag möchte ich 7 ausgewählte Todsünden im Social Media Marketing genauer betrachten.

Da das Thema den Rahmen für einen Artikel sprengen würde, bzw. nur die Hälfte davon die Reise ins Langzeitgedächtnis übersteht, habe ich den Artikel in zwei Teile aufgegliedert. Der erste Teil behinhaltet folgende Punkte:

  1. Taubheit
  2. Kritik-Aversion
  3. Täuschung

Im klassischen Marketing herrschen meist 1:n Beziehungen, Hierarchien und einseitige Kommunikationskanäle. Dank Social Media existieren diese Strukturen im heutigen Internet kaum noch und wenn dann nur vereinzelt. Das zeiht natürlich eine Änderung im Denken von Werbetreibenden und Unternehmen nach sich, die sich an die neue Situation in Web gewöhnen müssen. Sie müssen akzeptieren, dass sie nur noch einer unter vielen sind, sie kommunizieren und sich die Aufmerksamkeit ihrer Verbraucher von Grund auf erarbeiten müssen.

Wir alle wissen, es ist nicht einfach sich im Internet zu behaupten. Um allerdings nicht schon vor der Ziellinie aufgeben zu müssen, sollten die folgenden Todsünden beachtet werden.

Taubheit

Taubheit – Wie beim Bloggen, in der Schule aber auch in der Arbeit kann sie negative Folgen für sich oder andere mit sich bringen. Aus diesem Grund, sollte man stets für Meinungen anderer offen sein. Das Problem ist jedoch: Werbetreibende entwickeln Kampagnen und setzen sie planmäßig um. Der Kunde spielt dabei kaum eine Rolle. Doch wir leben im 21. Jahrhundert, die Welt des Internets steht uns jederzeit frei zur Verfügung. Wenn sich nun ein Kunde auf Social Media Sites wie Facebook, Twitter, Blogs, Foren usw. negativ über ein Produkt oder ein Unternehmen äußert, führt dies oft erst dann zu Veränderungen im Marketing, wenn der Umsatz bereits gelitten hat. Erst durch die Zahlen auf dem Papier wird das Unternehmen darauf aufmerksam – wenn überhaupt.

Das alles kann man umgehen, wenn man sich auf die neue Entwicklung einlässt und in Bloges, Foren etc. mitlist.

Kritik-Aversion

Der Ausgangspunkt für den zweiten Punkt ist folgender. Sehr viele Werbetreibende und Unternehmen betreiben ihr Geschäft seit Jahrzehnten, wehalb sie oft glauben bis ins letzte Detail genau zu wissen, was die Kunden und Verbraucher wollen – nicht zu unrecht, wenn man sich etablieren konnte. Dennoch – die Kritiken einzelner Verbraucher auf Social Media Sites werden vielfach nicht wahrgenommen oder wie so häufig einfach ignoriert.

Was viele Unternehmer jedoch verkennen ist, dass die Verbraucher vor einer Kaufentscheidung immer häufiger das Internet aufsuchen und sich über das Produkt informieren. Da sie dann privaten Meinungen immer mehr vertrauen, kann eine einzelne Meinung auf einem Blog oder in einem Forum mehrere potentielle Käufer beeinflussen und die Meinungen fallen nicht immer positiv auf.

Aus diesem Grund, sollte man die Äußerungen im Netz stets für voll nehmen. Einen Kommentar von der Kassiererin beim Einkaufen vergisst man schnell, einen Kommentar auf einem Blog hingegen nicht. Vielleicht vergisst es ein einzelner, der Kommentare jedoch bleibt für Jedermann sichtbar im Netz erhalten.

Täuschung

Auch dieser Punkt zielt auf die Bewertung eines Produktes ab. Auch wenn wir es besser wissen, dennoch kann man sagen, dass das Internet eine gewisse Anonymität bereitstellt. Es läd also geradezu ein, sich darin anonym zu bewegen, sich darzustellen und letztlich auch zu äußern. Diese Anonymität bietet Schutz, egal wem. So fragt man sich doch, warum sollte man als Unternehmer nicht auch in Diskussionen zu den eigenen Produkten oder zum eigenen Unternehmen als ein Verbraucher auftreten und versuchen, die Diskussion positiv zu beeinflussen?

Dieser Versuchung erliegen immer mehr Unternehmen und Werbetreibende, was allerdings nicht selten nach hinten los gehen kann. Denn entweder trägt man dabei zu dick auf und fällt auf diese Weise auf, man verplappert sich irgendwann einmal oder wird von einem Dritten enttarnt, denn wie schon gesagt, das Internet bietet nur eine gewisse Anonymität. Nur weil man jetzt ein Basecap aufgesetzt hat, heißt es nicht, dass andere einen nicht erkennen. Auf diese Weise verkauft man seine Kunden oder Verbraucher für dumm. Einmal enttarnt, kommt man aus diesem Imageschaden nicht mehr heraus. Man bedenke die Wirkung der Social Medias. Eben darum geht es ja schließlich in diesem Beitrag. Wird man enttarnt, geht alles wie von selbst, die schnellste Ausbreitung erfolgt erst über Twitter, dann über Facebook usw. Ein Tweet wird geretweetet. Auf diese Weise verbreitet sich diese Message enorm schnell. Der Schaden der dadurch entsteht ist enorm und alles nur, weil man sein Produkt prositiv bewerben wollte.

Daher – Finger weg!! Versucht auf keinen Fall den Kundne zu täuschen!

Wie seht ihr das Ganze? Kann man das so stehen lassen?

Im zweiten Teil gehe ich dann auf die verbleibenden vier Todsünden ein. Welche Sünden sich dahinter verbergen, werdet ihr in den nächsten Tagen erfahren. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntagnachmittag und viel Spaß beim Deutschlandspiel – es wird eine harte Nuss (Elfmeterschießen??)

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Kommentare

8 Antworten zu “Social Media Marketing – Die 7 Todsünden”

  1. Thomas Mallessa
    Juni 28th, 2010 @ 20:56

    Hallo Patrick,
    das Thema Social Media ist tatsächlich ein richtig spannendes! Ich habe im Netz ein interessantes Video zu diesem Thema gefunden und auf meinem Blog ebenfalls zum Thema bzw.einer Seite gemacht.Hier heißt es z.B.Die Wirtschaft ist dämlich!So wie sie die Menschen machen.Würden sich einige Top Manager dieses Video ansehen und danach Ihre Strategie ausrichten, würde so manche Firmenwebseite vor Traffic explodieren.Ähnlich wie bei den großen der Social Media.
    Weiterhin alles Gute und viel Erfolg
    Thomas

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  2. PatrickW.
    Juni 28th, 2010 @ 22:53

    Hallo Thomas,
    Wenn ich es zeitlich schaffe, erscheint noch morgen der neue Artikel (Teil 2) zu den Todsünden. Das man mit Hilfe der Social Medias zum Beispiel Kunden locken kann, scheint an den Unternehmen vorbeizugehen.
    Dieser Artikel wurde nunmehr mehr als 20 mal geretweetet und auf auf Facebook veröffentlicht. Das allein ist doch ein Zeichen. Schaue ich einmal weiter auf die Website von TechCrunch, stelle ich fest, dass die Artikel mindestens 10 mal mehr geretweetet werden. Die Tweets erscheinen dann auf Twitter, ich kann mich natürlich irren, aber ich denke, es gehört in den Bereich Social Media ;-)
    A propos … ich habe mal einen Blick auf deine Seite geworfen und mir das Video angeschaut. Sehr schönes Video, ich denke, es würde super in den zweiten Teil dieses Artikels passen.
    Werde deine Seite künftig öfter besuchen.
    Lieben Dank und alles Gute zurück!

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  3. Wissenswertes im Web E-Mail Marketing, Facebook und 7 Social Media Fehler » Leitfaden, Facebook, Marketing, Artikel, Social, Media » Selbstständig machen
    Juni 29th, 2010 @ 09:06

    [...] Das Bilder von der letzten ausgearteten Firmenfeier nichts auf der Facebook-Fanseite zu suchen haben, sollte jedem Unternehmer klar sein. Trotzdem findet man hin und wieder einige Einträge oder Tweets, die ein Unternehmen erst mal fragwürdig erscheinen lassen. [...]

  4. Christian
    Juni 29th, 2010 @ 09:28

    Ja, das Thema ist schon interessant. Wenn man mal bedenkt wieviele Firmen sich bisher durch Social Media extrem geschadet haben, sollte man dem Social Media mehr beachtung schenken. Wenn man sich so krasse Eigentore schiessen kann, kann man durchaus mehr Kunden gewinnen. Ich mache jeden Tag aufs neue die Entdeckung das ich über Twitter und Facebook neue Leser anlocken kann.

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  5. PatrickW.
    Juni 29th, 2010 @ 14:19

    Ich verstehe nur nicht, wie man diese Chancen die dahinterstecken nicht wahrnehmen kann? Das Internt ist doch nun nicht mehr nur den “Reichen” verbehalten. Jeder nutzt es. Es ist allgegenwärtig.
    Der Erdkunde-LK und die Wirtschaft kennen dafür einen Namen: Absatzmarkt. Hier erschließt sich für ein Unternehmen der größte Absatzmarkt. Social Media ist schon lange kein Hype der Teenies mehr, sondern es steckt nachwievor ein enormes Potenzial dahinter, was viele einfach nicht nutzen.

    Schön das es dich hierher verirrt hat Christian ;-)
    Grüße

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  6. Social Media Veteran
    Juni 30th, 2010 @ 16:28

    Hier weitere 7 Gründe. Spätestens seit dem Fall Kryptonite (2004!) sollten Unternehmen die Social Media Gemeinde nicht täuschen.

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  7. So wird das Social Media Jahr 2011
    Dezember 20th, 2010 @ 20:43

    [...] verweise ich auf eine Artikelreihe, die ich vor einiger Zeit veröffentlicht habe zum Thema: Social Media Marketing – Die 7 Todsünden. Darin geht es weniger um die Entwicklung im Jahr 2011, sondern mehr darum, welche Fehler [...]

  8. Kein Jahresrückblick 2010 – So wird das Social Media Jahr 2011 « EDV Projekte Kleinberger Blog
    Dezember 29th, 2010 @ 19:26

    [...] verweise ich auf eine Artikelreihe, die ich vor einiger Zeit veröffentlicht habe zum Thema: Social Media Marketing – Die 7 Todsünden. Darin geht es weniger um die Entwicklung im Jahr 2011, sondern mehr darum, welche Fehler [...]

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