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Webmasterfriday: Ertrinken wir in der Informationsflut?

Veröffentlicht am | Mai 28, 2010 | 1 Kommentar

Nachdem ich nun des öfteren und an den verschiedensten Stellen auf den Webmasterfriday aufmerksam geworden bin, habe ich mich gestern dazu entschlossen auch an diesem ‘Event’ teilzunehmen und jeden Freitag einen Artikel zu einem ausgewählten Thema zu schreiben.

Das Thema des heutigen Freitags heißt: Ertrinken wir in der Informationsflut?

Da ich, wie bereits erwähnt, heute zum ersten Mal am Webmasterfriday teilnehme, möchte ich vorab einige Überlegungen zum Thema anstellen.

Wir alle kennen es zu genüge: die gefüllten Email-Konten, die iGoogle Startseite wartet schon sehnsüchtig darauf die neuesten News verzustellen, das Öffnen des Twitteraccount ähnelt dem ersten Schritt eines Höhlenmenschens aus seiner Bergbehausung und auf Facebook wird man tagein – taugaus darauf aufmerksam gemacht, welche Neuigkeiten es doch gerade gibt.

Wenn ich nur diese vier Punkte aufzähle, müsste ich zu der Erkenntnis gelangen, dass wir ohne jeden Zweifel in dem Informationswust ertrinken. Aber ertrinken wir wirklich? Wenn ja, wie kann man sich davor schützen? Ich versuche mit dem Beitrag ein wenig tiefer in das Thema einzusteigen und hoffe zum Schluss die Fragen beantworten zu können.

Was bedeutet Informationsflut  und wann nehmen wir sie als solche wahr?

Was der Begriff bedeutet wird wohl jedem klar und einleuchtend sein, aber nichtsdestotrotz möchte ich alle auf den gleichen ‘Wissensstand’ setzen ;-)

Der Begriff Informationsüberflutung bezeichnet den Zustand zu viele Informationen zu einem Thema zu besitzen, um eine Entscheidung treffen zu können. Aber wann ist “zuviel” wirklich “zu viel”? Wann nehmen wir es als “Flut” wahr?

Um diese Frage beantworten zu können, muss vorher geklärt werden, wo wir die Informationen überhaupt herbekommen.

Wo bekommen wir Informationen her?

Die Antwort lautet schlicht und ergreifend: von überall.

Egal ob es der morgentliche Besuch vom Facebook, Twitter oder StudiVZ – Account ist, wir werden mit ‘Neuigkeiten’ überschüttet. Facebook war an dieser Stelle schon so freundlich und unterteilt die Art der Neuigkeiten in Hauptmeldungen und Neueste Meldungen.

Mit dem Öffnen von Outlook oder eben jedem anderen Email-clienten oder -konto, bricht die nächste Informationswelle über uns herein. Es erscheinen wichtige und weniger wichtige Mails, dann irgendwann Newsletter und sonstige Mails. Ob nun wichtig oder nicht, sie füllen Outlook.

Nachdem man etwas zur Ruhe gekommen ist, wird man von iGoogle mit neuen News und Einträgen der favorisierten Blogs und Websites begrüßt .

Bei allen gibt es eine Gemeinsamkeit: Es handelt sich um News/Informationen. Aber das wars auch schon. Die Flut bricht deshalb über uns herein, weil wir gezwungen werden alle News zu lesen und am besten Gleichzeitig. Am besten zeigt sich diese “Flut” beim Microbloggingdienst Twitter. Sobald man einer Scharr von Menschen folgt, folgen dementsprechend auch viele Tweets. Man wird regelrecht mit Tweets bombadiert. Die Wirkung bei dieser Art der Informationsverteilung ist deshalb so extrem, weil die News, sobald sie die Timeline verlassen, in Vergessenheit geraten. Anders ist es bei Blogeinträgen die dem User via RSS übermittelt werden. Diese haben eine längere Gültigkeit und bilden somit das Pendant zu Twitter und der Kurzlebigkeit der Informationen.

Wann jedoch sind es zu viele Informationen?

Um diese Frage beantworten zu können, kann ich nur von mir ausgehen, da es sich hierbei um ein persönliches Befinden handelt.

Der Wust mit den Mail hält sich bei mir in Grenzen und alles was ich nicht lesen will verschwindet ohnehin in den Papierkorb – daher ertrinke ich nicht wegen zu viele Mails, ich würde wohl eher verdursten.

Die andere Seite bilden Twitter, Facebook und RSS-Feeds. Sofern ich auf anhieb einen Artikel in den RSS finde, einen netten Post geretweetet habe oder mir der Beitrag von meinem besten Freund auf Facebook gefällt, bin ich mit der Situation und der Menge an Informationen nicht im geringsten überfordert.

Anders sieht es aus, wenn ich eben nicht sofort einen interessanten Artikel ausmachen kann, ich von 30 Tweets von ein und derselben Person erschlagen werde oder auf Facebook meine Freunde über jeden ‘Mist’ berichten. Dann empfinde die Menge an Informationen gerade zu erschlagend. Ich finde einfach nichts was mich interessiert. Und genau das ist meiner Ansicht nach der Punkt an dem sich die Frage beantworten lässt. Wie eben auch schon die Definition zeigte, ertrinken wir gerade dann, wenn wir kein rettendes Treibgut in der Datenmenge finden, an das wir uns festhalten können.

Wie kann man die Informationsflut bewältigen, wie filtert man am besten?

Es gibt Tage, an denen kommt man mit dem Lesen nicht mehr hinterher (das wäre dann zuviel des Guten), dann widerum Tage, an denen man nichts interessantes findet und schließlich der tägliche “Wahnsinn”. So oder so kann man sagen, dass man nicht von heut auf morgen von “zu vielen” Informationen erschlagen wird. Jedenfalls nicht, wenn man sich gerade das Ziel gesteckt hat 1000 Leuten auf Twitter zu folgen und 50 neue Blogs zu abonnieren.

Vor einem Jahr, als ich angefangen habe zu Bloggen, wäre ich mit der Informationsfülle, die mich heute umgibt, gnadenlos überfordert gewesen. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich zum einen an die ständig steigende Menge und zum anderen entwickelt man für sich selbst ein eigenes Konzept. Sei es durch Tools und Software, einem Zeitplan oder durch sonstige Strategien zur Bewältigung.

Tools und Software

Sie erleichtern einfach alles und sind eine echte Bereicherung, vorallem, wenn es um das Thema News, Informationen, Feeds usw. geht. Alles manuell zu überprüfen ist in diesen Tagen nicht mehr zu bewältigen. So habe ich zum Beispiel die verschiedensten Ordner in Outlook angelegt um eine gewisse Übersicht zu behalten. Meldungen von Twitter und Facebook kommen in ihre jeweiliger Ordner, spezielle Mails kommen in einen ‘speziellen’ Ordner. So halte ich zumindestens mein Outlook sauber und übersichtlich.

Ein für mich nicht mehr wegzudenkendes Tool bzw. Software ist Tweetdeck. Ohne Tweetdeck würde ich mit meinen Twitteraccounts nicht mehr durchsehen und gnadenlos ertrinken. So jedoch kann ich jeden Account problemlos managen und die einzelnen Tweet nach Lust und Laune verfolge. Das spart nicht zu Zeit, sondern erspart mir auch viel Stress.

Für meine Abonnements von BloggerKollegen nutze ich den Google-Feed-Reader. Derzeit bin ich mit diesem vollends zufrieden und kann mich nicht beklagen. Habe zwar schon einige Blogs abonniert und muss schon zweimal scrollen, aber es hält sich in Grenzen. Es gibt durchaus eine bessere Lösung dieses ‘Problems’, solange ich jedoch mit diesem Reader zurande kommen, denke ich nicht über einen Wechsel nach. Dennoch wird die Zeit kommen, wo ich mich nach einer besseren Software oder einem besseren Tool umsehen muss ;-)

Dann gibt es zu allerletzt noch das beste Tool – im wahrsten Sinne des Wortes – überhaupt. Den On/Off-Knopf. Denn neben dem Internet, werden wir auch noch im realen Leben mit Informationen zugeschüttet. Sei es durch den Fernseher, das Radio, Gespräche und letztlich auch durch Zeitungen. Die Lösung hier lautet: Abschalten!

Den Räuber in sich entdecken

Um in dem ganzen Gewirr an Informationen nicht unterzugehen, ist der Jagdinstinkt in jedem von uns gefragt. Jeder muss für sich selbst einen Weg finden, wie er für sich nützliche Informationen erkennt und herausfiltern kann. Das funktioniert sicher nicht von heut auf morgen, aber mit der Zeit hat jeder ein System entwickelt.

Ich öffne zunächst einmal alles was mich auf den ersten Blick  interessieren könnte. Danach überfliege ich den Inhalt der aufgerufenen Seiten oder News und wäge dann ab, ob es sich lohnt genauer zu lesen. So bekomme ich viel mit, muss aber nicht alles bis ins kleinste Detail lesen, es sei denn, mich interessiert es wirklich. Diese Variante dauert auch nicht wesentlich länger als sich bestimmte Sachen herauszupicken.  Das sollte aber jeder für sich entscheiden …

Fazit:

Ein sehr interessantes Thema, das auf jeden Fall viel Gesprächsstoff mit sich bringt. Die Frage der Fragen lautet aber immernoch: Ertrinken wir in der Informationsflut?

Ich denke nein – damit kann ich nur für mich sprechen. Es kommt einfach darauf an, inwieweit man sich für bestimmte Dinge interessiert, welche Taktik der Informationsbeschaffung man verfolgt und ob man wichtig von unwichtig unterscheiden kann. Es gibt zu viele Informationen und niemand kann diese Menge auch nur annähernd erfassen, das ist klar. Aber das verlangt auch niemand. Nur wenn man nicht wild drauf los jagd, sondern sich gedanken macht bzw. es ruhig angeht, dann ertrinkt man nicht, sondern lässt sich von der Welle tragen.

Hier geht’s zum Thema auf Webmasterfriday:

http://www.webmasterfriday.de/blog/ertrinken-wir-in-der-informationsflut

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Kommentare

Eine Antwort zu “Webmasterfriday: Ertrinken wir in der Informationsflut?”

  1. anonym
    Juli 12th, 2011 @ 10:18

    Kaufen Sie sich das nee Buch von Helgo Bretschneider: Und täglich grüßt die Datenflut. Mir hat es super geholfen . Hier ist der Store wo sie es sich kaufen können : https://www.bestprice-4u.de/advanced_search_result.php?keywords=und+t%E4glich+gr%FC%DFt+die+datenflu&osCsid=7b20e83b2308e467673f1b4ad978c1be&x=0&y=0

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  • Über den Autor

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    Mein Name ist Patrick Wienecke. Ich bin ein totaler Internet addict und Digital Native. Hier schreibe ich über Onlinemarketing, Filme, Musik & über den täglichen Wahnsinn. Neben dem Bloggen versuche ich mich gleichermaßen in der Musik- wie auch in der Podcastproduktion. Ansonsten bin ich einfach nur ein weiterer Webjunky, NCIS-Fan & Student, der hin und wieder alles verbloggt, was ihm vor die Füße gerät.

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