TuneUp Utilities 2010 – Lohnt es sich wirklich?
Veröffentlicht am | Januar 29, 2010 | Kein Kommentar
Am Mittwoch habe ich einen Artikel zum Thema TuneUp 2010 geschrieben. Wie bereits angekündigt, stelle ich heute einen etwas detailierteren Artikel auf Deeblog zum Thema. Grundlage, warum ich dem Thema zwei Artikel widme, liegt ganz einfach daran, dass es zu viele Leute gibt, die sich in den Kopf gesetzt haben ihren Computer zu verbessern, in der Leistung beschleunigen, kurz: zu optimieren. Mit dieser Einstellung ziehen sie dann los in den nächsten “Fachhandel” etwa MediaMarkt oder Saturn und wollen eine Software wie TuneUp Utilities 2010 käuflich erwerben.
Das Problem, auf welches ich abziele, liegt weniger darin, dass die Leute losrennen und sich eine solche Software oder Tools kaufen, sondern, dass das Ergebnis welches sie erwarten durch eine falsche Bedienung schlichtweg nicht erreichbar oder nur kurzfristig umsetzbar ist. Denn häufig kommt es wegen einer falschen Anwendung solcher Tools zum “Kick-back” (dem Wurf zurück in die Steinzeit). Backup vergessen – klar! Alles … und am besten alles gleichzeitig – klar! Damit erreicht ihr höchstens, dass der Computer 6 Stunden lang optimal funktioniert und danach zunehmen schlechter wird.
Aus diesem Grund möchte ich mit diesem Artikel kurz die Möglichkeiten, die Pro und Contras von TuneUp 2010 durchgehen, in der Hoffnung, dass ich euch damit helfen kann und euer PC von nun an wirklich besser und schneller läuft.
Vorab eine grundlegende Frage: Kann man etwas ohnehin schon gutes noch besser machen? – Ja, man kann!
Wie und warum ich das behaupte, soll sich am Ende dieses Artikel rausstellen können, ansonsten bleibt euch immernoch die Kommentarbox. Jedoch sollte vorher eine wirklich wichtige Frage noch geklärt werden.
Was ist TuneUp Utilities eigentlich?
Kurz und knapp – es ist die „Eierlegenden – Woll – Milch – Sau“ oder das berühmte Schweizer Messer, wenn es darum geht den PC zu tunen und nach seinen Wünschen zu konfigurieren.
Jeder von euch weiß es, Windows war und ist von Hause aus nicht unbedingt optimal eingestellt bzw. zielt auf eine optimierte Leistung ab. Nicht nur durch Installationen und Deinstallationen von Programmen allein wird Windows mit der Zeit immer langsamer und störanfälliger, sondern auch Faktoren wie das Internetverhalten – zwecks Cookies und Internetprotokolle, oder auch Viren und Trojaner – spielen eine wichtige Rolle. Ebenso das Verschieben und Löschen von Dateien. Eben all die “normalen” Dinge, die wir mittlerweile tagein – tagaus machen.
Auch ist es so, dass einem der persönliche Touch, die individueller Bedienung und Einstellung usw. nicht gefällt.
Nun ist der überwiegende Teil der PC-Nutzer eigentlich ein NUR-BEDIENER, der von seinem Computer nur Folgendes erwartet:
- die Kiste soll vernünftig laufen
- man soll mit ihr arbeiten können,
- Musik hören
- in der heutigen Zeit sogar Internetfähig sein
- sie soll (relativ) schnell sein
- sie darf keinen Stress verursachen
- und möglichst sparsam soll sie auch noch sein.
Ist man Experte, legt man natürlich selbst „Hand an“. Es wird hier bei der Spannung und bei der Taktfrequenz ein wenig gedreht, dort einige Registryschlüssel verändert, verschiedene Dienste die zum Beispiel unnötig im Hintergrund laufen abgeschaltet oder einfach nach Alternativen zu teilweise lästigen Programmen gesucht.
Als Laie ist man leider weitestgehend aufgeschmissen.
An dieser setzt die TuneUp 2010 wieder einmal an. Es hilft dem Laien gleichermaßen wie dem Fachmann, seinen PC, den Wünschen entsprechend zu tunen und zu stylen. Denn über ein reines Tuningprogramm sind die TuneUp Utilities schon seit mehreren Versionen hinaus.
Nun, wo ihr den Sinn des Programmes etwas näher kennengelernt habt, ist es nur noch ein kurzer Weg zum schnelleren und leistungsfähigeren Computer.
Das Tool im Einzelnen
Wer die TuneUp Utilities von früheren Versionen kennt, bemerkt direkt nach der Installation einen großen Unterschied zum Vorgänger.
a) Startseite
Die Startseite ist vollkommen überarbeitet worden. Sie bietet nun 4 Bereiche, die sich nebeneinander befinden.
- System warten
- Leistung steigern
- Probleme beheben
- Windows anpassen
sowie einen neuen 5. Button, der Turbo-Modus genannt wird.
b) Bereich der Systemwartung
Hier findet man schön aufgeräumt die verschiedenen Möglichkeiten, wie:
- die 1-Klick-Wartung, die wirklich mit einem Klick die meisten – eigentlich fast alle – Probleme und Bremsen automatisch beseitigt.
- Die Defragmentierung und Optimierung der Registry oder auch die Defragmentierung der Festplatten sind hier untergebracht.
c) Leistung steigern
Ähnlich wie bei Tools wie etwa hijack_this könnt ihr hier den Systemstart und das Herunterfahren verbessern bzw. optimieren
Hier können z. B. Dienste, die eigentlich unnötig sind, einfach deaktiviert werden. System- und auch Programmeinstellungen werden automatisch optimiert.
Hier findet man z. B. die Optimierungsmöglichkeiten des Speicherplatzes.
Auch die Anpassung der visuellen Stile oder der Internetverbindung kann hier angepasst werden.
d) Probleme beheben
Neben dem Beheben typischer Probleme können hier z.B. die Festplatten auf Fehler geprüft werden oder auch bereits gelöschte Daten wieder hergestellt werden.
e) Windows anpassen
In diesem Bereich kann man sich „SEIN WINDOWS“ den eigenen Wünschen entsprechend anpassen.
Sei es die Veränderung der visuellen Stile, sei es das Verändern des Start- und des Anmeldebildschirms, sei es das Anpassen von Mausgeschwindigkeiten oder Cursorblinkfrequenz und Aussehen, hier lässt sich Einiges ändern und anpassen.
Natürlich sind auch die Grundfunktionen und Anpassungen der wichtigsten Browser (Internet Explorer, Firefox, Opera) hier untergebracht.
An dieser Stelle möchte ich aber schon einen kurzen Einschub machen. Bitte vergesst nicht, dass durch den Schnick-Schnack, der zuvor “optimierte” PC nun wieder in seiner Leistung beeinträchtigt wird. Bilder mit höher Auflösung sind nuneinmal größer als 1500 KBytes, was die Leistung beim Start des Computers mitunter stark beeinträchtigen kann. Ein neuer Ladebalken sieht vielleicht cooler und fescher aus, zwingt die meisten PC’s beim Boot allerdings auch hier in die Knie. Genauso verhält sich alles, was ihr im TuneUp Styler verändert. Etwa die Symbolpackete, das neue Layout, oder was auch immer euch gerade einfällt.
f) Turbo-Modus
Alle Kombinutzer, die auf ihrem Rechner auch zocken wird’s freuen. Durch den Turbo-Modus Button lässt sich der Turbo-Modus im laufenden Betrieb ein- und ausschalten.
Natürlich lässt sich dieser Bereich selbst konfigurieren. Es stehen diverse Vorschläge zur Verfügung, die zum Spielen und Zocken Leistung durch Deaktivierung von Diensten und Programmen zur Verfügung stellen.
Natürlich lässt sich dies nicht nur für Zocker verwenden.
Die bekannten allgemeinen Einstellungen, weiteren Funktionen und die Hilfe und der Support befinden sich ganz oben auf dem Startbildschirm.
Zu erwähnen ist jetzt auch wieder, dass die 1-Klick-Wartung – wenn gewünscht – separat auf dem Desktop erscheint.
Neben den neuen Features (Turbo-Modus, Live-Optimierung) wurde natürlich an den diversen, bekannten Tools Detailverbesserungen und Anpassungen vorgenommen.
Das wohl wichtigste und gleichzeitig für viele das Interessanteste sind die Kosten. Was kostet das Tool?
Was kostet TuneUp Utilities?
Da ich an dieser Stelle bereits etwas schreibfaul geworden bin, verweise ich euch einfach auf meinen vorhergehenden Artikel zum Thema.
Link zum Artikel
Fazit
Was das Tool kann und was demnach in ihm steckt, konnte ich euch mit diesem Beitrag hoffentlich näher bringen. Wie euch bestimmt schon aufgefallen ist, habe ich weniger und fast gar nicht die Negativaspekte des Tools dargestellt. Grundlegend kann ich dazu nur folgendes sagen, auch wenn es sich seltsam anhört – Contras habe ich keine zu berichten.
Bevor jetzt jemand von euch lautstark protestiert, verweise ich ihn auf die folgenden Zeilen. (Das mir nachher ja keiner sagt, ich hätte das nie gesagt ;-) )
Ich habe mich bei diesem Artikel in die Lage eines “Laien” versetzt. Warum sollte ich einem Erfahrenen PC-Nutzer etwas vom Tuning und Optimieren erzählen. Sobald man sich etwas genau mit der Materie auseinandergesetzt hat, sind Programm und Tools wie TuneUp eher unnötig und teilweise sogar unbrauchbar. Das Tool ist wie schon erwähnt für einen Laien ein schönes Werkzeug um damit den PC “oberflächlich” zu verbessern und schneller zu machen.
Ich hingegen nutze TuneUp nicht. Ich hab die Beta-Version zwar getestet, aber meinen PC bereinige,optimiere,verbessere und defragmentiere ich doch lieber selbst. Immer in dem Maße, dass ich selbst weiß, was passiert wenn ich das und das tue. Bei TuneUp läuft einfach irgendein Prozess vor sich, den ich nicht (wirklich) beeinflussen oder steuern kann.
Ob und wie er ein solches Tool letztlich einsetzt, bleibt jedem selbst überlassen. Aus diesem Grund, habe ich die Negativaspekte nicht angeführt.
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