Facebook: Die transparente Privatsphäre
Sonntag, Dezember 13, 2009 14:51
Facebook hat am Dienstag neue Privatsphäre Einstellungen für seine rund 350 Millionen Nutzer ausgerollt. Eine der Änderungen ist, das Facebook Profile für Google freigeschaltet, auch wenn das vom User verboten wurde. Somit stehen wir vor einer Revolution in Sachen Datenschutz, frei nach dem Motto: Die transparente Privatsphäre. Mit den neuen Privatsphäre Einstellungen sollen Facebooknutzer leichter und einfacher ihre Daten kontrollieren können. Die Veränderungen sind mit einer Mischung aus Kritik und Lob von Nutzern und Datenschützern aufgenommen worden. Allerdings bietet Facebook derzeit weder eine Idealform der Privatsphäre im Netz. Denn schließlich ist ein hochgeladenes Bild ein solches und wird somit nicht nur auf der jewieligen Seite gefunden, sondern findet sich gerne auf Plattformen wie ‘Google Bilder’ wieder.
Als ich heute meine Facebook Such-Einstellungen überprüft habe, war die Option “Mein Profil von öffentlichen Suchmaschinen indexieren” eingeschaltet. Sehr zu meiner Verwunderung, da ich diese Einstellung explizit ausgeschaltet habe. Grund dessen war, dass Facebook etwa zwei Jahre zuvor damit begonnen hat, die Benutzerprofile für Suchmaschinen wie Google oder auch Bing freizuschalten.
Ausgehend von der Diskussion um die “Privatsphäre” und somit nicht zuletzt die Durchsichtigkeit meiner Daten im Internet habe ich bereits vor zwei Tagen meine Privatsphäre Einstellungen aktualisiert. Erst durch einen Tweet auf dem Microblogging-Portal Twitter eines Tech-Magazin bin ich auf “beabsichtigte Fehler” aufmerksam geworden, ansonten wäre mir dieser Fehler nicht aufgefallen und hätte ich mich in falscher Sicherheit gewogen, dass mein Profil für Google nicht auffindbar ist.
Das ist für mich ein weiterer Grund mehr und mehr Abstand zu Communities zu gewinnen. Zwar bietet mir ein solches Portal die komplette Ansammlung meiner Freunde, Bekannten und letztlich auch meiner Kontakte in jeglicher Hinsicht (Geschäftlich/Privat). Allerdings muss man sich dieser Tage vorher überlegen, ob man für Regierung und Millionen anderer Internetnutzer “sichtbar” seien möchte.

Facebook: Einstellungen> Privatsphäre> Suchen> Indexierung deaktivieren!
Wenn Sie also nicht möchten, dass Suchmaschinen wie Google und Bing ihr Profil indexieren, überprüfen Sie bitte die Such-Einstellungen in ihrem Facebook Profil. Um Ihre Privatsphäre-Einstellungen für die Suche zu ändern klicken Sie auf Einstellungen> Privatsphäre-Einstellungen> Suche. Wenn “Indexierung zulassen” aktiviert ist, dann können Suchmaschinen Ihr Profil indizieren.




k. ernst sagte:
Dezember 14th, 2009
Unbedingt werde ich meine Such-Einstellungen in meinem Profil überprüfen. Ich will gar nicht, dass Goolge oder Bing mein Profil indexieren. Vielen Dank für die Info, darüber wusste ich gar nicht Bescheid.
PatrickW. sagte:
Dezember 27th, 2009
Anscheinend werden eben solche für die Indexierung “deaktivierten” Profile trotzdem noch gefunden. Ich kann aber derzeit noch keine genaue Stellungnahme abgeben, da ich darüber noch zu wenig in Erfahrung gebracht habe.
Sobald ich allerdings etwas genaueres weiß, wird sich das in Form eines Beitrages herausstellen.