Kampf dem Online-Direktmarketing

Mittwoch, Juli 28, 2010 19:27
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Spam greift zunehmend in allen möglichen SocialNetworks um sich. Xing hat da schon länger ein Problem über die Anzeige gefakter Referrer bei öffentlichen Profilen. Mir ist zwar kein Statement dazu bekannt, aber man scheint mitlerweile dagegen vorzugehen. Zumindest verschwinden diese Referrer, die angeblich Videos oder Bilder der angeklickten Person enthalten zunehmend wieder. Mal sehen wie lange das so bleibt.

In den VZ-Netzwerken wird man auch immer wieder von Kontaktsammlern zu den Freunden hinzugefügt. Das Problem lässt sich mit einem Klick auf den “melden” Button allerdings recht schnell beheben. Die VZ´s scheinen mir wirklich viel Wert auf ein sauberes Netzwerk zu legen. Hier hat man offenbar aus Fehlern der Vergangenheit gelernt. Auch wenn diese meines Erachtens teilweise deutlich überbewertet waren.

Und jetzt ist Twitter fällig. Das ist an sich nichts neues. Neu ist, dass man hierbei offenbar direkt angesprochen wird: “website design and hosting #irgendeinespamdomain” @hathead @texascritter”. Führt das wirklich zu irgendwelchen Erfolgen? Entschuldigt die Ausdrucksweise, aber: welcher Spacko klickt denn diesen Müll an? Um es ganz deutlich zu sagen: wer immernoch auf derartigen Spam reinfällt, braucht erstmal einen Internetführerschein. Nicht, dass ich die Idee der Online-Ausweise nicht pervers finde. Aber: Spam lebt davon, dass immer irgendwer dumm genug ist ihn anzuklicken oder aufzuessen. Offenbar gibt es davon immernoch genug Menschen, sonst würde sich der Aufwand des Spammens eines Tages nicht mehr lohnen.

Das Direktmarketing hat schon in Form der telefonischen Kaltakquiese einen äußerst schlechten Ruf. Es ist ein Fehler die auch online zu wiederholen, den früher oder später wird das auch hier mit Sanktionen belegt. Jeder der sich mit der sich mit Online-Marketing im Bereich von SocialMedia befasst, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dieser Prozess komplex ist. Es ist nützt mir rein gar nichts, wenn mir eine Hundefutter hersteller auf Twitter folgt. Dem Hundefutter hersteller wird es auch nichts nützen, denn ich habe keinen Hund. Das wichtigste Prinzip beim Verfolgen und Verfolgt werden lauten immernoch: Aufmerksamkeit durch Interesse. Follower dadurch generieren zu wollen, dass man einfach jedem folgt ist da definitiv der falsche Ansatz. Und so sind unbedachte Produktanbieter der ungeliebte Partygast, der das Gespräch mit der attraktiven Blonden unterbricht: “Habt Ihr das auch gehört? Spam ist ursprünglich Frühstücksfleisch”.

Jakob Zogalla, alias Hathead ist derzeit Gastautor bei Deeblog. Er ist Java-Softwareentwickler und bloggt sonst auf buildblog und bei rankingCHECK und twittert hier.

Gedanken zu Werbeerfolgskontrolle und Konversion-Tracking

Dienstag, Juli 27, 2010 14:54
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Die Analyse von Werbeerfolgen ist ein gemeinhin massiv unterschätztes Thema. Henry Ford soll  mal gesagt haben:

Ich weiß, die Hälfte meiner Werbung ist hinausgeworfenes Geld. Ich weiß nur nicht, welche Hälfte

Obwohl das schon eine ganze Weile her ist, scheint sich dieser Umstand in den meisten Unternehmen nicht wirklich geändert zu haben. Das Problem zieht sich durch sämtliche Medien. Seien es Zeitschriften, Fernsehwerbung oder sogar Online-Kampagnen. Dabei lassen sich letztere noch am genausten analysieren. Auf diese Weise verpuffen Millarden Euronen (entschuldigt den Ausdruck, ich mag ihn) im Nirvana der sogenannten Image-Kampagnen. Immer dann, wenn eine Werbemaßnahme nicht den gewünschten Erfolg liefert wird sie einfach unter “Imagebildung” verbucht und anschließend vergessen, oder nie wieder erwähnt. Dieses Problem wir in der Regel dadurch maximiert, dass häufig überhaupt nicht erfasst wird ob eine Werbemaßnahme irgendwelche Auswirkungen auf Absatz und Markenimage haben.

Das ganze hat natürlich auch seine Gründe. Zum einen neigen Kunden zur Unwissenheit. Selbst in den Marketingabteilungen ist das Wissen rund um die Werbeerfolgskontrolle (und seien es nur einfachste statistische Auswertungen) nicht sonderlich breit gesät. Der andere Punkt betrifft die Marketingagenturen. Während der Kunde überhaupt keinen Plan hat – übrigens auch dann wenn unter seinen Mails “Leiter strategische Unternehmenskommunikation” steht – liegt es gar nicht im Interesse einer Agentur zu zeigen wie Kampagnen performen. Es sei denn Sie sind erfolgreich. Die Beschaffung und Auswertung von Daten zur Werbeerfolgskontrolle kann aber äußerst kostspielig sein, weshalb es selten in Werbebudgets kalkuliert wird.

Von Suchmaschinenoptimierern lernen

Suchmaschinenoptimierer befassen sich häufig auch auch mit SearchEngineAdvertising, also Werbemaßnahmen in Suchmaschinen. Hier kostet jeder Klick das Geld des Kunden. Ein Kluger SearchEngingeAdvertiser wird seine Kunden also zunächst fragen, was ihm denn ein zahlender Kunde wert ist. Denn nicht jeder Klick führt zwangsläufig zu einem verkauften Produkt und so kann es gelegentlich 5, 20 oder 50 Euro kosten bis ein Artikel verkauft ist. Ziel des Advertisers sollte es also sein der Vorgabe des Kunden möglichst nahe zu kommen und dafür sorge zu tragen, dass sich der Erfolg skalieren lässt. Erwartet der Kunde also für ein Budget von 1000 Euro 50 Kunden, müsste er bei einem Einsatz von 2000 Euro auch 100 Kunden generieren können. Hierfür hat der Advertiser zahlreiche Möglichkeiten, insbesondere bei der Keywordoptimierung. Damit das aber funktionieren kann müssen die Konversionen auch gemessen werden. Der Großteil der Leute wird dafür vermutlich die integrierten Möglichkeiten von Google-Analytics nutzen. Das darf aber in Deutschland als Datenschutzrechtlich bedenklich angesehen werden. Für alle Analytics-Nutzer empfiehlt es sich trotzdem mal in die Tiefen des Systems einzutauchen. Denn die weniger bekannten Konfigurationsmöglichkeiten sind teilweise enorm.

Insgesamt sind die Möglichkeiten beim Webtracking am weitesten fortgeschritten. Dennoch gibt es lücken. Diese finden in der Regel bei Medienbrüchen statt. Ein paar Beispiele:

  • Der Kunde sucht online nach einem Produkt, kauft es aber dann offline
  • Der Kunde findet ein Produkt, hat anschließend Fragen, welche er telefonisch oder via Mail klärt und bestellt erst anschließend über den Online-Shop
  • Der Kunde findet ein Produkt und bestellt direkt telefonisch

Für den ersten Problemfall gibt es einen beschränkt funktionierenden Lösungsansatz: Gutscheine. Der Kunde druckt einen Gutschein aus und nimmt ihn mit in den Shop. Dadurch kann die Quelle des Verkaufs wieder eindeutig zugeordnet werden. Der Gutschein-Code könnte sogar Daten über die ursprünglich bei Google eingegebene Suchphrase enthalten. Das hat einen weiteren Vorteil: ich glaube nicht, dass derzeit jemand dazu in der Lage ist diejenigen Keywords zu benennen, die sich in Offline-Konversionen äußern.

Der zweite Problemfall ist etwas komplexer lösbar, denn wir haben einen doppelten Bruch. Die Konversion des Mailkontaktes können kann mit automatisch generierten Mailadressen oder Kontaktformularen erschlagen werden. Was passiert jedoch, wenn die Anfrage zufriedenstellend beantwortet wurde und der Kunde sich zu einem Kauf entschließt? In diesem Fall ist die Antwortmail mit Links zurück ins Portal zu versehen. Da bekannt ist, was der Kunde gesucht hat lässt sich das ganze so einrichten, dass die nun erfolgende Konversion mit der Ausgangssuche, die eine beliebige Zeit in der Vergangenheit liegen kann, verknüpft wird. Um sicher zu gehen, dass die Konversion nicht doch durch einen Offline-Kauf verloren geht kann immernoch ein Gutschein angehängt werden.

Jetzt wird es kompliziert. Sobald wir in die Welt der Telefonie gelangen, verlieren wir jeglichen Bezug zur Ausgangssuche. Allerdings gibt es auch hierfür eine Lösung: Das Telefontracking, welches es in zwei Ausprägungen gibt. Callback Tracking und Rufnummern-Tracking. Die Callbackvariante halte ich persönlich für unpraktikabel, denn der Kunde wünscht in der Regel eine sofortige Befriedigung seines Informationsbedürfnisses. Hierfür gibt es meines wissens auf dem deutschen Markt nur einen Anbieter. AdConverse ermöglicht es Nutzerinformationen aus dem Netz (z.B. das ursprünglich gesuchte Keyword bei Google) mit jeder Art von Telefonkontakt zu verknüpfen. Problematisch wird es aber auch hier mit dem Weg zurück. Der Kunde könnte nun Online bestellen, oder ein paar Tage später. Auch hier erscheint mir der Gutschein eine sinnvolle Ergänzung zu sein. Dieser kann wahlweise per Mail (angereichtert mit weiteren interessanten Produkten und Dienstleistungen) oder telefonisch (in Form eines Codes) übermittelt werden. Praktischerweise lassen sich auf diese Weise auch sämtliche Offline-Kampagnen tracken, die einen telefonanruf erfordern.

Fazit: Es ist von entscheidender Bedeutung in jeder Marketingkampagne, offline oder online, genau im Auge zu behalten, welche Maßnahmen zu welchem Erfolg führen. Nur so lässt sich das Marketingbudget dauerhaft zu Gunsten aller beteiligten optimieren. Hier sind durchaus neue Lösungsansätze gefragt. Die Datenschutzproblematik wird zumindest in Deutschland in naher Zukunft dazu führen, dass wir alle uns nach alternativen umsehen. Problematisch daran ist, dass es bisher keinen ganzheitlichen Ansatz gibt, der dazu geeignet wäre Analysen auf allen Kanälen durchzuführen.

Jakob Zogalla, alias Hathead ist derzeit Gastautor bei Deeblog. Er ist Java-Softwareentwickler und bloggt sonst auf buildblog und bei rankingCHECK und twittert hier.

Sollten SEOs sich mit SocialMedia befassen?

Montag, Juli 26, 2010 15:22
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Wie so oft liegt diese Frage mal wieder im Auge des Betrachters. Fest steht nur eines: Nur weil SEO und SMO beide mit einem S beginnen und mit einem O enden, bedeutet dies noch lange nicht, dass jeder SEO zwangsläufig auch SMO anbieten muss, kann oder soll. Über das SocialMedia Dilemma habe ich kürzlich schon im rankingCHECK Blog geschrieben. Grundtenor: den Meisten Menschen fehlt es an der Kompetenz eine SocialMedia Kampagne strukturiert zu planen und umzusetzen.

Martin Weigert von Netzwertig hält den SocialMedia Trend für überhitzt. Es sei Das große Thema in Unternehmen. Dem kann ich nicht zustimmen. Ich habe mit etlichen Geschäftführern von Internetplattformen darüber gesprochen. Während ich die Ergebnisse meiner Umfrage noch strukturiere hier eine Zusammenfassung:

Man hält SocialMedia für überbewertet und teuer. SocialMedia als Dienstleistung extern einzukaufen sei aus mehreren Gründen problematisch:

  • Externen Dienstleistern fehlt es an internem wissen über das Unternehmen, seinen Strukturen, seinen Mitarbeiter und seinen Produkten
  • Die Interaktion mit dem Kunden auf SocialMedia Kanälen sei schwierig und nicht überschaubar. Dadurch könne es zu unkalkulierbaren kostenrisiken kommen.
  • Die Reaktionen der Menschen sind nicht vorhersagbar. So kann es bei offenen Dialogen zu schwer lösbaren Konfliktsituationen kommen, die nicht unbedingt öffentlichkeitstauglich sind

Um das ganze intern innerhalb des Unternehmens abzubilden müssten wiederum personelle Resourcen geschaffen werden, die aus oben genannten Gründen ebenfalss nicht kalkulierbar sind. Interessant fand ich in diesem Zusammenhang auch, dass es offenbar auch Unternehmen gibt die SEO für deutlich überbewertet halten. Bei näherer Betrachtung sei die für Linkaufbau erforderliche Manpower mindestens so teuer wie die Erzielung der selben Konversionsraten mittels der Buchung von AdWords.

Kommen wir zurück zu meiner Ausgansfrage: Sollte sich ein SEO nun mit SocialMedia Fragen beschäftigen? Meiner Ansicht nach kann er es versuchen. Ich sehe hier allerdings das Hauptgeschäft eher im Schulungsbereich. Wird man dann doch mal mit der Planung einer “Kampagne” beauftragt, sollte der Aufwand keinesfalls unterschätzt werden. Organisatorische Fragen der Unternehmenskommunikation müssen unbedingt vorher mit dem Kunden abgesprochen werden. Zuständigkeiten sind klar zu definieren. Ebenso wie die Frage: Was versteht man eigentlich unter SocialMedia? Konkret würde dies bedeuten, die betreuten Channels (Twitter, Facebook, Produktbewertungen, etc.) sowie die Reaktionszeiten festzulegen. Eine Einbindung in die Prozesse des Unternehmens von der Produktentwicklung über das Marketing bis hin zur Buchhaltung ist unerlässlich für ein Gelingen der Kampagne. Darüber hinaus zählt vor allem eines: Der menschliche Faktor. Menschen kommunizieren nicht mit Unternehmen. Sie kommunizieren mit Menschen. Das sollte auch deutlich werden. Wer Twitter nur als Einwegfeedspender versteht wird keine nennenswerten erfolge erzielen. Außer dem, dass er seine Kunden nur auf einem weiteren Kanal unnötig bombardiert. Hierfür benötigt man aber keinen SocialMedia Experten. Dafür reicht ein Twitter-Bot.

In diesem Sinne. Überlegt Euch genau ob ihr eine wirklich saubere SMO-Kampagne auf die Beine stellen könnt und welche Resourcen dafür vonnöten sind. Und in der zwischenzeit geht das Thema Strukturiert an und lest ein paar Bücher.

Dieser Beitrag liebt Dich! – Über die Emotionalisierung des Web

Sonntag, Juli 25, 2010 19:42
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Liebe, Hass, Trauer, Verachtung, Freude – all das sind Emotionen, die mir in letzter Zeit häufiger im Web begegnen. Manchmal entsteht dabei der Eindruck, sie begegneten mir online sogar häufiger als in der Welt da draußen.

Herzlich willkommen bei meinem ersten Gastbeitrag im Deeblog und meiner Spurensuche nach einer neuen Emotionalität.

Alles begann wie so häufig mit einer beendeten Beziehung. Während ich noch damit beschäftigt war die Trennungslieder meiner Playlist zu twittern, war meine Ex so frei mir die MeinVZ-Freundschaft zu kündigen. Dabei verstehen wir uns eigentlich ganz gut. Was war geschehen? Die VZ-Netzwerke aktualisierten den Buschfunk und von einem Tag auf den anderen war ich nach jedem Login präsent. Inklusive meiner 30 Trennungsschmerz-Tweets pro Stunde. Nachdem ich meine Verwunderung darüber per Twitter kund tat passierte trotzdem etwas merkwürdiges: Ein Anruf. Man würde mich ja immernoch sehr schätzen, ertrüge aber den Trennungsschmerz-Quatsch ebensowenig wie die getwitterten Stati meiner neuen Dates. Das klang halbwegs nachvollziehbar. War ich ein Opfer der inflationär emotionalisierten Veröffentlichungswut geworden, die gerade um sich greift?

Ja, das war ich. Offenbar geht es dabei nicht nur mir so. Man muss sich nur mal im eigenen Twitter-Stream umzuschauen um zu sehen, dass die neuen SocialMedia-Auswüchse zu einer Veröffentlichung von Stimmungen führen, die man so vermutlich nicht in die Welt posaunen würde. Zumal man sich in der neuen Öffentlichkeit Menschen preisgibt, die man teilweise nie zuvor gesehen hat. Plötzlich kennen die eigenen Kunden die Stimmungslage oder die Ex erfährt von den Dates, die man kurz zuvor abgestritten hat. Nun scheinen mir im SocialWeb die Regeln etwas verdreht zu sein. Stellen wir uns einfach vor, jemand ruft über die Straße:

Ich bin Single, ich bin unglücklich und wenn ich gleich zu Hause bin lege ich Thomas D. und Nina Hagen mit “Solo” auf.

Würden wir ihn nicht als Spinner abtun?

Was mich besonders an diesem Themenkomplex interessiert ist: Wo kommen diese neuen Regeln her? Bevor mir im Frühling das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Twitteruser zur Paarungszeit auffiel, war ich der festen Ansicht, dass das neue Web nicht einfach eine Erweiterung unserer Existenz ist. Also kein neues Kommunikationsmittel, sondern elementarer Bestandteil des Lebens selbst. Zumindest wenn man als Forschungobjekt diejenigen heranzieht, die man gemeinhin als Digital Natives bezeichnet. Doch die Wirklichkeit scheint mir anders auszusehen. Denn die Diskrepanz zwischen dem Leben in einem SocialNetwork und dem was in der Welt da draußen abgeht ist teilweise enorm.

Eine meiner Thesen dazu lautet: zwischenmenschliche SocialMedia Beziehungen neigen zur Unverbindlichkeit. Besonders dann, wenn man Personen über eine Timeline anspricht. Die Masse der virtuellen Freunde und Verfolger ist derat groß, dass eine veröffentlichte Stimmungslage auch dann nicht als direkte Ansprache gewertet wird, wenn ein kleines @ davor steht. “Mir geht es schlecht” in die Runde zu rufen dient dann mitunter der Selbstbestätigung. Dem Verursacher dieses Gefühls wird vor Augen geführt, war er angestellt hat, während andere darüber disskutieren, ohne wirklich zu wissen worum es geht. Ich finde das Partysynonym hier gar nicht so unpassend.

Was mich noch interessiert: habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Verführt Euch das SocialWeb zu Äußerungen, die sonst nur in alkoholgeschwängerten SMS zu finden sind?

Zum Abschluss noch ein kleiner Hinweis für Verfolger der neuen Emotionalität: Frank Tentler sammelt im Twitter-Account “tweelings” alles, was es bei Twitter zum Thema Liebe und Hass zu finden gibt.

Jakob Zogalla, alias Hathead ist derzeit Gastautor bei Deeblog. Er ist Java-Softwareentwickler und bloggt sonst auf buildblog und bei rankingCHECK und twittert hier.

Bollwerk Facebook – Wie Facebook zur Bedrohung wird

Freitag, Juli 23, 2010 12:28

Facebook LogoDie Meldung ging binnen von Minuten um die Welt: 500 Millionen Facebook-Nutzer erreicht. Der liebe Herr Zuckerberg wird sein Grinsen sicherlich nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Man stelle sich 500 Millionen einmal in anderen Beispielen vor. Deutschland hat 82 Millionen Einwohner, das heißt, dass mehr als 6 mal so viele Einwohner wie Deutschland hat, bei Facebook Mitglied sind. Facebook hat aber auch mehr Mitglieder, als Nordamerika Einwohner hat. Das macht Facebook zu einem Bollwerk, einem eigenen Kontinent im World Wide Web. Gut, es nutzen zwar “nur” 200 Millionen Menschen Facebook täglich und einer Studie zur Folge 1o Millionen Deutsche Facebook mindestens monatlich.

Diese Zahlen sind beachtlich und sollten zum Nachdenken anregen. Der ein oder andere hiesige Social  Network-Manager wird seine Angst bald nicht mehr verstecken können – zu Recht. Denn eines ist sicher: Facebook bleibt so schnell nicht auf diesem Level stehen, was es jeden Tag der vergeht zu einer größereren Bedrohung für alle anderen sozialen Netzwerke macht.

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Webmasterfriday: Nach den Sternen greifen

Freitag, Juli 23, 2010 8:00
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SternenhimmelEndlich! Nach einer etwas längeren “Zwangspause” gibt es für mich zum Webmasterfriday wieder ein Thema, wozu ich gern ein paar Worte loswerden möchte. Was das Schreiben von Artikeln zum WMF angeht, bin ich sehr eigen. Nicht immer interessiert mich das Thema oder wenn, dann weiß ich nicht genau was ich darüber schreiben soll. Dann belass ich es einfach dabei und schreibe lieber keinen Artikel, als einfach einen lieblos und unter Zwang verfassten Artikel dahinzuklatschen. Das entspricht nicht dem, was ich meinen Lesern gern bieten möchte.

Und da sind wir oder vielmehr ich schon beim Thema des heutigen Webmasterfridays angekommen: Nach den Sternen greifen: Ziele eures Blog! Diesmal eine einfache und klare Aufgabe mit dem Ziel, das eigentliche Ziel seines Blogs darzustellen. Die Aufgabenstellung bzw. das Thema ist sehr einfach, jedoch denke ich, dass es einigen nicht so leicht fallen dürfte das eigentlich Ziel ihres Blogs herauszukristalisieren.

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