Deeblog!

Verleih dem Moment die nötige Dauer!

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Es hat sich einiges getan

Wie man wunderbar sehen kann, hat sich auf diesem Blog einiges getan. Auch in den nächsten Tagen und Wochen wird sich noch einiges tun. Da die Fotografie auf dieser Seite eine immer größere Rolle eingenommen hat, aber dennoch nicht recht zum Titel gepasst hat, habe ich mich kurzum dafür entschlossen eine neue Seite ins Leben zu rufen. Dort geht es ausschließlich um die Fotografie. Zu finden ist das Foto-Magazin unter www.lichtmonument.de.

Damit noch nicht genug: Gefolgt von einer spontanen Eingebung, habe ich mit Men, watch out! einen Blog gestartet, der sich ganz und gar an die Herren der Schöpfung richtet. Was euch dort erwartet … seht einfach selbst.

Nun bleibt aber die Frage, was ich mit dem Deeblog anstellen werde. Er wird bestehen bleiben und öffnet sich durch die Verlagerung der Fotothemen wieder vielen anderen Themen, die mir durch den Kopf geistern. Es bleibt also abzuwarten, was sich hieraus ergibt. In jedem Fall – und da habe ich schon ein paar Ideen – werde ich hin und wieder diesen Blog nutzen, um meine Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Studium aufzuschreiben bzw. sie über die Hausarbeiten hinaus auch anderen zugänglich zu machen.

Bis es jedoch soweit ist, bitte ich um ein klein wenig Geduld. Einen neuen Blog mit Inhalt zu füllen, bedarf schon einiges an Arbeit, Motivation und Begeisterung, nun aber gleich zwei neuen Projekten Leben einzuhauchen und nebenbei das Studium nicht zu vernachlässigen, ist keine einfache Aufgabe. Nichtsdestotrotz versuche ich so schnell wie möglich mich auch wieder hier um neue Themen zu kümmern oder euch von meinen Studien zur Ukraine zu berichten.

Patrick

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Es ist ruhig geworden …

In der Tat. Meine Aktivität auf diesem Blog hielt sich – gelinde gesagt – in letzter Zeit in Grenzen. Das hatte aber auch seine Gründe und die möchte ich eben vorstellen, denn mir liegt noch immer sehr viel an diesem Projekt, den Themen und den Menschen, die Spaß an den Beiträgen haben und sich gern auf meine Seite verirren.

Was so unglücklich, so fatal klingt, hat den einfachen Grund, dass ich zeitlich extrem mit meinem Studium eingespannt war, bin und auch noch sein werde. Zwar hat das Semester vorerst ein Ende gefunden, weshalb ich etwas Luft und Muße habe ein paar Zeilen zu schreiben, doch die Themen mit denen ich mich zuletzt beschäftigt habe (und sie durchaus noch weiter verfolge), haben mir sehr zugesetzt. Sie haben mir nicht nur die Zeit für mein Hobby genommen, sondern halten mich auch in einem kreativfreien Loch gefangen.

So etwa habe ich intensiv und sehr lange mit dem Thema des Kalten Krieges beschäftigt und bin für meine Geschichtsstudium der Frage nach einer Aktualität dieser Spannungen nachgegangen. Die sich dabei zeitgleich ereignenden Ereignisse in der Ukraine waren und sind nebenbei bemerkt ein wunderbarer Ansatzpunkt für den Beweis dessen. Unabhängig vom Beweis aber, hat mich die Suche nach Information an Punkte gebracht, die meine Ansichten in extremster Art und Weise beeinflusst haben. Nachhaltig.

Und weil wir gerade dabei sind: Ich habe parallel dazu auch eine umfangreiche soziologische Arbeit zur Frage nach dem Sinn von/durch Arbeit angefertigt. Den Einstieg in die Thematik habe ich seinerzeit über das sehr zu empfehlende Buch “Wunder muss man selber machen” von Sina Trinkwalder gefunden. Die Auseinandersetzung mit dem Thema hat sich ebenfalls auf meine Kreativität ausgewirkt. Plötzlich war vieles nicht mehr das, was ich darin zuvor gesehen habe.

Der Umstand, dass ich in einer weiteren Arbeit für mein Studium die Ereignisse vom Beginn des ersten Weltkrieges an lokalen Quellen hessischer Städte und Gemeinden untersucht habe, hat auf überraschende Weise deutlich gemacht, dass die Welt nunmehr nahezu auf den Tag genau an der selben Stelle auf dem Globus mit den nahezu identischen Problemen zu kämpfen hat.

All das hat mich wirklich geprägt und einen spürbaren Stempel hinterlassen. Die Meldungen über die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten oder die Ereignisse der Boko Haram gehen nicht einfach so an mir vorbei. Sie treffen mich, bleiben lange im Kopf. All das verdichtet sich zu einem Klumpen aus Elend, Leid und nicht Verstehen. Auch wenn es mich in gewisser Weise bereichert, an Wissen, Feinfühligkeit, Anteilnahme und Interesse, so nimmt es mir gleichermaßen die Kreativität, die es bräuchte um etwa all die Empfindungen die damit einhergehen fotografisch umzusetzen. Allerdings gelingt mir das nicht.

Wahrscheinlich hänge ich auch deshalb noch mit dem Testbericht zur Canon 60D hinterher oder schaffe es gar neue Bilder zu machen. Einzig mit meinem Smartphone versuche ich am Ball zu bleiben und motiviere mich jeden Tag dank der #100daysofsummer2014 Challenge von Ve Volff dazu ein Foto auf Instagram hochzuladen.

Wie dem auch sei. Ich bin gerade überrascht, dass ich doch ein paar Worte gefunden habe, um meine Situation zu erklären, aber auch um ein Zeichen zu geben, dass ich diesen Blog noch nicht vergessen habe. Ich versuche mein Bestes um schnellstmöglich wieder zurück zur Fotografie zu finden und um an diesen Beitrag anzuknüpfen. Bis dahin.

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Ein Beitrag zur Fotografie-Blog-Bühne

Weil es gerade draußen so wunderbar angenehm regnet und der Himmel seine Wassertropfen auf das Dach wirft, habe ich es mir auf dem Bett mit einer warmen Tasse Tee gemütlich gemacht. Eigentlich wollte ich diesen Moment der Ruhe nutzen um meinen Testbericht für das SIGMA 30 F1.4 vorzuschreiben (hier gibt es schon ein paar Testbilder), doch wie es der Zufall so wollte, bin ich über meinen Feed Reader auf den aktuellen Beitrag von Michael Omori Kirchner (alias fotografr.de) gestoßen. Da ich das Themenfeld meines Blogs vor einiger Zeit abgewandelt und ich mich somit mehr der Fotografie zugewandt habe, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um mich und mein Projekt vorzustellen. Die Fragen hierfür übernehme ich einfach eins zu eins von Michael.

Ich blogge seit …

… 2009. Ungewohnt aber wahr. Ich habe damals mit einem simples Affiliate-Projekt für Spiele und Filme angefangen. Nach und nach kamen mir dann weitere Projektideen, die dann erstmal 2009 als Blog einen passenden Rahmen gefunden haben. Bei dem ersten Projekt handelt es sich geradewegs um diesen Blog – nur sah er damals etwas anders aus und beschäftigte sich mit Themen wie Suchmaschinenoptimierung, Filme und derlei. Kurz darauf habe ich bereits weitere Blog-Projekte in Angriff genommen und habe mir so ein kleines Netzwerk aufgebaut. Doch wie so oft entdeckt man irgendwann, dass die darin investierte Zeit nicht im Verhältnis zu dem Stand, was in der realen Welt (also außerhalb des WWW’s) geschieht. Gerade dieser Umstand hat mich meine Projekte aus den Augen verlieren lassen.

2013 war für mich und für den Deeblog dann aber ein Neustart möglich und so habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen meine bisherigen Erfolge mit dem Blog vom Tisch zu schieben und von null zu beginnen. Ich bin gespannt, wohin mich die Reise hinführt.

Ich blogge weil …

… es mir einen Raum lässt, den man in dieser Form nur selten findet. Ein Blog spiegelt auch immer das Verhältnis zum Thema wieder über das man berichtet. Hier kann man seine Leidenschaft für ein Thema ausleben und den Rahmen, sowie dessen Bedingungen selbst gestalten. Und gerade diese Entscheidungsfreiheit gibt mir das, was mir in vielen Bereichen des Lebens fehlt. Ich kann mich mitteilen und das unabhängig von Editoren, Redakteuren oder Geldgeber. Wenn es mir in den Fingern juckt, weil einmal mehr die Werbung junge Menschen zu Konsumaffen mutieren lässt, kann ich ungehindert meinem Publikum davon berichten. Zudem bietet es mir die Möglichkeit meine Erfahrungen im Allgemeinen und meine Fotografien oder Stories im Speziellen mit anderen zu teilen.

Mein fotografischer Schwerpunkt ist …

… schwierig. Ich interessiere mich unheimlich für Landschafts- und Streetfotografie. Nur lege ich mich in vielen Bereichen (noch) nicht fest, denn dafür habe ich noch lange nicht jeden Bereich in seinem vollen Umfang beschnuppern können. Gewiss ist für mich aber, dass ich die Peoplefotografie nicht mag. Ich schaue mir die Ergebnisse von anderen Fotografen sehr gern an, keine Frage. Aber ich kann darin nicht die Bestätigung finden, wie ich sie etwa in der Streetfotografie erkennen kann. Unabhängig davon definiere ich für mich Landschaftsfotografie auch nicht nur als das Festhalten von Landschaften, sondern es umfasst für mich vielmehr weitere Gebiete, wie der Natur- oder Tierfotografie.

Sonnenuntergang im Herbst-2

Einfacher ist es für mich, wenn ich sagen kann, worin ich keinen Schwerpunkt sehe: Peoplefotografie. Darunter fallen für mich sämtliche gestellten und übertrieben inszenierten Bildkompositionen. Darin erkenne ich keine Botschaft und häufig suche ich auch gar nicht erst danach. Beispielhaft sind in diesem Zusammenhang all jene Fotografen, die diese (meinem Empfinden nach) wenig kreativen und häufig nichtssagenden Hochzeitsfotografien oder Portraits erstellen und anschließend darin die Welt sehen können. Da mir dieser Bereich nichts gibt, suche ich entsprechend in den anderen Disziplinen nach Motiven und Geschichten bzw. lasse mich auch gern von anderen inspirieren.

Aber auch Architektur hat auf mich eine Anziehungskraft und so ziehe ich auch gern los und versuche Symmetrien, Kontraste und Formen festzuhalten. Spannend dabei ist, dass es sich wunderbar mit der Streetfotografie verbinden lässt.

Modern Architecture by Patrick Wienecke

Knock Out

Fotografie bedeutet für mich …

… dem Augenblick die nötige Dauer zu verleihen!

Meine fotografischen Vorbilder sind …

… einfach zu benennen, wenn ich mich auf eine bestimmte Auswahl beschränken muss. In der Summe komme ich hierbei auf vier wunderbare Namen von vier hochklassigen Fotografen, die mich immer wieder inspirieren und vor denen ich den allergrößten Respekt habe.

Neben diesen vier grandiosen Fotografen finde ich in vielen anderen Fotokünstlern aber auch “Vorbilder” und Inspirationen.

Wenn ich das Budget für eine vierwöchige Foto-Reise gestellt bekommen würde …

… hätte ich verschiedene Ideen und Projekte, die ich gern umsetzen würde. Ich versuche mal kurz zu umreisen, was mir da so vorschwebt. Zum einen würde ich sehr gern den Te Araroa Trail (Neuseeland) bewandern oder mit dem MTB befahren und das Erlebte mit Bildern, Timelapses und Videos dokumentieren. Eine anderer Traum wäre es ein soziales Projekt zu unterstützen. Ob mich dieses Projekt durch die Städte Deutschlands führen würde, um das Leben und Leiden der Obdachlosen zu begleiten oder ich mich in Bangladesh wiederfinden würde, um die Diskrepanz unserer Welten festhalten zu können, es wäre mir egal wie und wo eine Freude an die verschiedensten Orte der Welt zu kommen.

Neben den “allgemeinen” Träumen wie eine Inselreise auf Island oder einer Antarktisexpedition, träume ich davon auf dem bisher einzigen Öko-Liner mitzufahren und anzuheuern. Am liebsten würde ich jedoch sehr gern nach Afrika reisen und mich dort den Elefanten widmen.

Wenn ich eine beliebige (lebende) Person vor meine Kamera bitten dürfte …

… wären das ohne Frage: Christian Bale oder die Mitarbeiter und Helfer des ICRC.

Wenn ich einen Einsteiger für die Fotografie begeistern wollte …

… würde ich ihm als erstes raten auf den Automatik- oder Kreativmodus der Kamera zu verzichten. Man lernt das Handwerk nur, wenn man es beherrschen lernt – und das geht eben am besten im AV-, TV- oder M-Modus.

Wer über die hier beantworteten Fragen noch weitere Fragen hat oder Anmerkungen machen möchte, kann das entsprechend gern in den Kommentaren machen. Ich selbst bin gespannt auf die Teilnahme am Aufruf von Michael. Wenn mir die Ergebnisse gefallen, werde ich mich in einer freien Minute zurückziehen und die Liste der Teilnehmer aufbereiten und hier auf dem Blog vorstellen.

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Lesestunde bei Kerzenschein (Augenblick)

Hier ein paar Bilder, die ganz spontan bei einer Lesestunde bei Kerzenschein entstanden sind. Drauf hatte ich mein Testobjektiv von SIGMA, das 30mm F1.4. Ein überragend Lichtstarkes Objektiv, das sich mit einer spielenden Leichtigkeit bedienen lässt. Für die nächsten zwei Wochen darf ich das 30mm noch “mein” nennen, dann muss es leider wieder zurück nach Berlin. Bis dahin werde ich mit der Festbrennweite viel Zeit verbringen und weitere Bilder machen!

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Einen ausführlichen Testbericht zum 30mm F1.4 wird es dann am Ende der Testwochen geben. Bis dahin könnt ihr euch die Canon EOS 100D anschauen oder meinen Facebook-Kanal auf aktuelle Testbilder überprüfen.

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Weil Lächeln Leben bedeutet – Picture you, Picture me

Nach Victor Borge ist ein Lächeln die kürzeste Entfernung zwischen zwei Menschen und beschreibt eine ehrliche Beziehung zwischen diesen Menschen. Und manchmal ist ein Lächeln die einzige Möglichkeit um das Leben leben zu können. So oder so ähnlich könnte man das einzigartige Projekt von Emer Gillespie beschreiben, die seit 2008 sich und ihre Tochter regelmäßig porträtiert. Mal melancholisch stimmend, mal witzig, mal abgedreht und auch mal ganz normal.

Kite Flying

Emer unternimmt mit dieser Art der Fotokunst den Versuch ihrer von Trisomie-21 (Down-Syndrom) betroffenen Tochter das ohnehin schon schwierige Leben angenehmer zu gestalten und ihr somit täglich ein Lächeln zu schenken. Auf diese Weise verarbeitet die Mutter den Schicksalsschlag für sich selbst und bietet der Tochter eine wundervolle Perspektive.

Hair

“Picture You, Picture Me” ist eine zutiefst emotionale Serie der irischen Künstlerin und berührt mich total. Wohl weil Mutter und Tochter jeweils immer in die gleichen Rollen ihrer Motive schlüpfen. So können beide – sowohl Mutter, als auch die Tochter – stets voneinander lernen. Während das hübsche junge Mädchen ihren Blick direkt in die Kamera richtet, bewegt sich die Mutter von ihr ab. Auf diese Weise tauschen die beiden in ihren Rollen aus. Ergreifend und herzerwärmend.

Bubbles

Make-Up

Teeth Brushing

Eines wird mir dabei einmal mehr klar: Man kann und sollte so unendlich dankbar sein, wenn die eigenen Kinder vollkommen gesund zur Welt kommen. Aber auch wenn nicht, diese Geschichte zeigt, dass Laoisha möglicherweise ein weitaus glücklicheres Leben führt, als so manch anderer. Das ist ihr auch nur zu wünschen.

(Bildquelle: Emer Gillespie 2008-2014)

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Im Schlaraffenland der Fotopassion – Liebe, Leben, Saturn

Der Blick auf die Uhr verrät mir, dass es kurz nach sieben Uhr ist. Nein, falsch. Ein Blick auf das Smartphone verriet mir, ach egal. Ich hab das Ding sowieso schon wieder in die Jackentasche gestopft und die Uhrzeit vergessen. Wie spät war es noch gleich? Ach egal, wenn ich schon mal da bin. Spinat hab ich beim Rewe ebenso vergeblich gesucht, wie Kresse. Da wo letzte Woche noch der frische Spinat ausgelegt war, muss ich jetzt mit müden Augen feststellen, dass mich der Grünkohl aus seiner dreckigen Tüte anstarrt. Doch davon wird mein Appetit auf diese grüne Dichtungsmasse auch nicht größer. Spinat. Ich wollte einfach Spinat. Nachdem mich mein Weg auch beim Aldi und beim Teegut hat vergeblich suchen lassen, möchte ich die Gunst der Stunde ausnutzen und kurz zum Technikhändler meines Vertrauens vorbeischauen.

Es sollen in diesem Zusammenhang keine Namen fallen, aber nachdem das Fotogeschäft bereits die Tore geschlossen hatte und der nächste Laden sicherlich gerade im Begriff war seine Tore zu schließen, blieb mir nur die Wahl um zum Saturn zu schauen. Verzweiflung nenne ich das. Aber Mann macht, was Mann halt gerne macht: Technik gucken. Und so habe ich Technik geguckt. Überraschenderweise sogar so entspannt, dass mich meine Erinnerungen an diese Minuten noch immer so beschäftigen, dass ich sie aus Ausgangspunkt für diesen Artikel verwende.

Wo war ich? Richtig. Überraschenderweise war die Kameraecke vollkommen leer. Es waren weder nervige Kinder mit Pommesfinger noch übereifrige Verkäufer in der Nähe. Es war niemand zu sehen. Diesen Moment der Unachtsamkeit habe natürlich direkt erkannt und habe mich ins Schlaraffenland der Kameras begeben.

 ©2010-2014 yasislas

Generell verheißt dieser Ausflug jedoch leere Akkus, zerstörte Objektive oder endlos quiekende Alarmsignale. Diesmal jedoch schien man mich auch hier herzlich einzuladen alles anfassen und probieren zu können. Zu meiner Überraschung fielen mir die Nikon D7000 und die aktuelle Canon EOS 70D in die Hände. Funktionsfähig und einsatzbereit. Überragend. Was strahlte mein Herz beim Anblick dieser fantastischen Kameras. Unter normalen Umständen kann man die 70D nur durch das Sicherheitsglas begutachten und die D7000 wird schon gar nicht mehr ausgestellt. Und was tut Mann, wenn Mann allein ist? Richtig, friemeln und knippsen. Es war so unendlich angenehm ohne lästige Verkäufer zum Produkt eine Beziehung aufbauen zu können.

Jeder kennt sie, diese finster dreinblickenden Zeitgenossen mit einem Höchstmaß an Fingerspitzengefühl, ähnlich dem eines Elefanten im Porzellanladen und einer Ausstrahlung von einem schwarzen Stein. Wäre dieses Manko wenigstens mit entsprechender Fachkompetenz zu überblenden, würde ich sie im Kopf nicht mit Filzstiften bemalen. Doch leider tuen sie mir und sich am allerwenigsten damit einen Gefallen. Wenn sie nicht gerade so schauen würden, als hätte man sie beim Gasolieren erwischt, wird man aufs Freundlichste auf etwaige Anlaufstellen im Internet verwiesen. “Haben sie schon mal bei Google geschaut?” Google? Ist das diese Ding ohne Kanten mit dem man Bowlen kann? Nicht? Dann weiß ich auch nicht.

Zum Glück blieb mir dieses Szenario also fern und so konnte ich mich weiterhin den wichtigen Aspekten meines Ausflugs ins Schlaraffenland widmen. Kaum habe ich die EOS 70D aus der Hand gelegt, fällt mir auch die 650D entgegen. Nimm mich mit schreit es mir ins Ohr, drum hänge ich sie lieber wieder auf ihren Plastikhals. Die 650D ist ja so ein Modell, bei dem ich nicht weiß, was ich mir davon erhoffen soll. Gleiches gilt für die 700D. Mit der 600D habe ich die gleichen Vorzüge und muss lediglich auf das WiFi verzichten. Aber egal, das ist eine andere Sache. Also wende ich mich der kompakten PowerShot G1-X zu. Viel zu schwer, so mein erster Gedanke. Mit der G1-X kann man wohl in Atomkraftwerken einziehen oder den Stand auf dem Mond behalten. Auch wenn es lappige 530 Gramm sind, so kommt es mir vor wie ein Sack voller Blei. Und dann war ich nicht nur so schlapp für die Kamera, sondern konnte auch nicht einmal gescheit durch den Sucher schauen. Ständig drückt mir irgendein Knopf ins Gesicht oder ich sehe mehr vom Objektiv als vom Objekt der Begierde.

Naja, dann soll es halt die Pentax K30 für den Moment sein. Oder auch nicht. Das Gerät fühlt sich an wie ein schickes Brett mit Kanten. Meine Finger finden kaum Platz in der Nische zwischen Objektiv und Griff und so hänge ich auch dieses Modell wieder an den Haken. Ernüchternd denke ich mir. Also wende ich mich wieder der D7000 zu und frage mich, für welches Modell ich mich denn nun entscheiden soll: EOS 70D oder D7000 (bzw. D7100).

Für gar keines, denn genau in diesem Moment springt neben mir das Alarmsignal an, ein junger Mitarbeiter – der garantiert nicht Nick heißt – stürmt mit seiner Fernbedienung auf mich zu und sieht mich mitleidig an. Dass der werte Herr in der braunen Lederjacke neben mir mit seiner Alpha A58 den Alarm ausgelöst hat, scheint ihn nicht sonderlich zu interessieren. Da war er, der Moment an dem man aus seinen Träumen gerissen wird und erkennen muss, dass man im Saturn niemals fündig werden kann. Somit habe ich also ohne Kamera, Fernseher und gewiss auch ohne Spinat und Kresse meine Heimreise angetreten.

(Bildquelle: ©2010-2014 yasislas)

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