Versunken im Ozean. Auf der Suche nach den Sternen.

Vor Kurzem habe ich bei Sebastian einen überaus lesenswerten Text gelesen, der mich ein paar Tage lang beschäftigt hat. Er schildert darin seine Gedanken zum Großen und Ganzen, zur Gesamtheit dessen, was ist. Er nannte es Sternweh. Ich nenne es … und da beginnt der gedankliche Wirrwarr. Nenne ich es Fernweh? Vielleicht. Nenne ich es auf der Suche? Womöglich. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie ich es selbst nenne. Mir ist lediglich bewusst, dass die Suche nach der Gesamt, von der Sebastian geschrieben hat, mich einmal mehr sehr intensiv beschäftigt, auch wenn es für mich weniger um den Blick ins Universum geht.

Verloren zwischen den Sternen

erdgeschichte

Geschichte der Erde (mit Beginn vor 4,5 Mrd. Jahren) und die Rolle des Menschen darin (2-3 Mio. Jahren).

In dieser Hinsicht bin ich mir meines Platzes sehr wohl bewusst: Nichts ist so unbedeutend, wie der Mensch. Mit Verlaub, selbst Einzeller – die kleinsten Lebewesen – nehmen eine bedeutendere Rolle ein, als wir. Wer daran zweifelt, sollte sich die Erdgeschichte vergegenwärtigen und sie mit der Geschichte der Menschen abgleichen. Die Erde entstand vor 4,5 Mrd. Jahren. Folgt man dem Verlauf der Erdgeschichte, so beginnt die Zeit der menschlichen Entwicklung vor 2-3 Millionen Jahren; damit hat unsere Geschichte gerade mal einen Anteil von 0,04% an der Zeitleiste der Erdgeschichte. Übergreifend auf galaktische Maßstäbe kommen wir nur noch auf weniger als 0,02%. Selbst die einfache Farne besitzt mehr Anteile an dieser Welt, als wir. Insofern erachte ich die Rolle des Menschen in und auf ihr als vernachlässigbar. Dem kann man zustimmen, oder auch nicht. Eine anerkennende Leistung kann ich darin jedenfalls nicht sehen. (Deutlich wird dies vor allem dann, wenn man Beiträge über die Entstehung des Grand Canyon in der GEO liest.)

Versunken im Ozean

Wenn nun also die Rolle im Gesamten – zu mindestens für mich – von geringem Interesse ist, bleibt also nur der Blick auf das Hier und Jetzt. Auf das, was wir beeinflussen können. Aber was können wir beeinflussen? Was macht das Leben lebenswert? Kann es einzig die wertschöpfende Arbeit sein, die sich in unserer westlichen Welt zum Sinn in unserem Leben erhebt und stets wie ein schützender Baldachin über uns ragt? Nur das es nicht schüzt, sondern vielmehr abschirmt? Abschirmt vor allem, was es da draußen zu entdecken gibt? Ich bezweifle das. Aber warum? Antworten darauf habe ich noch keine.

Ich bin auf der Suche nach den Sternen. Nach einem namenlosen Etwas, das mir meine eigene Rolle bewusst werden lässt. Ich bin verloren im Ozean. Ein Ozean, der auch ein knietiefer Teich sein könnte. Ein Ozean, der am Ende der Straße in Gestalt eines Teiches die Lösung vor mir verborgen hält. Und wenn ich hier so frei philosophiere, dann habe ich Neil Gaiman im Kopf, wie er versucht mir eine Welt aus Fantasie und Realem schmackhaft zu machen.

In diversen Arbeiten fürs Studium habe ich mich mit der Rolle der Arbeit auseinandergesetzt, mit dem Ergebnis: nahezu alle Befragten definieren ihr Leben über die Arbeit. Soziale Systeme beruhen auf ihr. Von Menschenhand geschaffene Systeme zur sozialen Rollenverteilung, Ausgrenzung, Zugehörigkeit oder dem Selbstverständnis über sich und seine moralisch-ethischen Einstellungen. Die Freiheit das zu tun, wonach dir der Sinn steht, bedeutet in erster Linie sich auszugrenzen. So mannigfaltig die Möglichkeiten der freien Entfaltung auch sind, man muss mit dem Bekannten brechen, seine Entscheidungen begründen, sich aus dem System herausnehmen.

Natürlich kann man sich mit einem Rucksack ein Jahr durch die Wildnis in Afrika kämpfen oder Island erkunden. Die Lücke im Lebenslauf lässt dann jenen den Vortritt, die mit 17 ihr Abitur absolviert und mit 21 die Uni mit einem Masterabschluss verlassen haben. Natürlich kann man nach dem Abitur eine Ausbildung machen, die man dann den entsetzten Gesichten der Familie erklären muss, da heutzutage jeder studieren muss. Natürlich kann man lieber Messer in Irland schmieden, als sich die Zeit mit Marketingaufgaben in einer moralisch verwerflichen Agentur um die Ohren zu schlagen.

Den eigenen Weg zu finden ist nicht leicht. Vor allem nicht in einer Zeit, in der die Möglichkeiten vor der Haustür liegen, aber Normen und gesellschaftliche Satzungen so fesseln, wie nie zuvor. Somit kann man zwar den Teich sehen, aber in ihm den Ozean nicht erkennen. Womöglich befinde ich mich schon mitten im Ozean, bin aber auf dem Weg darin zu versinken. Wie dem auch sei, die Suche nach dem Etwas hält mich ebenso fest, wie Sebastian permanent an die unfassbare Größe des Universums denken muss.

Bildquelle, Erdgeschichte: http://www.vespa-crabro.de/images/erdgeschichte.gif

17. Januar 2015  Hinterlasse einen Kommentar

Es hat sich einiges getan

Wie man wunderbar sehen kann, hat sich auf diesem Blog einiges getan. Auch in den nächsten Tagen und Wochen wird sich noch einiges tun. Da die Fotografie auf dieser Seite eine immer größere Rolle eingenommen hat, aber dennoch nicht recht zum Titel gepasst hat, habe ich mich kurzum dafür entschlossen eine neue Seite ins Leben zu rufen. Dort geht es ausschließlich um die Fotografie. Zu finden ist das Foto-Magazin unter www.lichtmonument.de.

Damit noch nicht genug: Gefolgt von einer spontanen Eingebung, habe ich mit Men, watch out! einen Blog gestartet, der sich ganz und gar an die Herren der Schöpfung richtet. Was euch dort erwartet … seht einfach selbst.

Nun bleibt aber die Frage, was ich mit dem Deeblog anstellen werde. Er wird bestehen bleiben und öffnet sich durch die Verlagerung der Fotothemen wieder vielen anderen Themen, die mir durch den Kopf geistern. Es bleibt also abzuwarten, was sich hieraus ergibt. In jedem Fall – und da habe ich schon ein paar Ideen – werde ich hin und wieder diesen Blog nutzen, um meine Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Studium aufzuschreiben bzw. sie über die Hausarbeiten hinaus auch anderen zugänglich zu machen.

Bis es jedoch soweit ist, bitte ich um ein klein wenig Geduld. Einen neuen Blog mit Inhalt zu füllen, bedarf schon einiges an Arbeit, Motivation und Begeisterung, nun aber gleich zwei neuen Projekten Leben einzuhauchen und nebenbei das Studium nicht zu vernachlässigen, ist keine einfache Aufgabe. Nichtsdestotrotz versuche ich so schnell wie möglich mich auch wieder hier um neue Themen zu kümmern oder euch von meinen Studien zur Ukraine zu berichten.

Patrick

28. November 2014  Hinterlasse einen Kommentar

Es ist ruhig geworden …

In der Tat. Meine Aktivität auf diesem Blog hielt sich – gelinde gesagt – in letzter Zeit in Grenzen. Das hatte aber auch seine Gründe und die möchte ich eben vorstellen, denn mir liegt noch immer sehr viel an diesem Projekt, den Themen und den Menschen, die Spaß an den Beiträgen haben und sich gern auf meine Seite verirren.

Was so unglücklich, so fatal klingt, hat den einfachen Grund, dass ich zeitlich extrem mit meinem Studium eingespannt war, bin und auch noch sein werde. Zwar hat das Semester vorerst ein Ende gefunden, weshalb ich etwas Luft und Muße habe ein paar Zeilen zu schreiben, doch die Themen mit denen ich mich zuletzt beschäftigt habe (und sie durchaus noch weiter verfolge), haben mir sehr zugesetzt. Sie haben mir nicht nur die Zeit für mein Hobby genommen, sondern halten mich auch in einem kreativfreien Loch gefangen.

So etwa habe ich intensiv und sehr lange mit dem Thema des Kalten Krieges beschäftigt und bin für meine Geschichtsstudium der Frage nach einer Aktualität dieser Spannungen nachgegangen. Die sich dabei zeitgleich ereignenden Ereignisse in der Ukraine waren und sind nebenbei bemerkt ein wunderbarer Ansatzpunkt für den Beweis dessen. Unabhängig vom Beweis aber, hat mich die Suche nach Information an Punkte gebracht, die meine Ansichten in extremster Art und Weise beeinflusst haben. Nachhaltig.

Und weil wir gerade dabei sind: Ich habe parallel dazu auch eine umfangreiche soziologische Arbeit zur Frage nach dem Sinn von/durch Arbeit angefertigt. Den Einstieg in die Thematik habe ich seinerzeit über das sehr zu empfehlende Buch “Wunder muss man selber machen” von Sina Trinkwalder gefunden. Die Auseinandersetzung mit dem Thema hat sich ebenfalls auf meine Kreativität ausgewirkt. Plötzlich war vieles nicht mehr das, was ich darin zuvor gesehen habe.

Der Umstand, dass ich in einer weiteren Arbeit für mein Studium die Ereignisse vom Beginn des ersten Weltkrieges an lokalen Quellen hessischer Städte und Gemeinden untersucht habe, hat auf überraschende Weise deutlich gemacht, dass die Welt nunmehr nahezu auf den Tag genau an der selben Stelle auf dem Globus mit den nahezu identischen Problemen zu kämpfen hat.

All das hat mich wirklich geprägt und einen spürbaren Stempel hinterlassen. Die Meldungen über die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten oder die Ereignisse der Boko Haram gehen nicht einfach so an mir vorbei. Sie treffen mich, bleiben lange im Kopf. All das verdichtet sich zu einem Klumpen aus Elend, Leid und nicht Verstehen. Auch wenn es mich in gewisser Weise bereichert, an Wissen, Feinfühligkeit, Anteilnahme und Interesse, so nimmt es mir gleichermaßen die Kreativität, die es bräuchte um etwa all die Empfindungen die damit einhergehen fotografisch umzusetzen. Allerdings gelingt mir das nicht.

Wahrscheinlich hänge ich auch deshalb noch mit dem Testbericht zur Canon 60D hinterher oder schaffe es gar neue Bilder zu machen. Einzig mit meinem Smartphone versuche ich am Ball zu bleiben und motiviere mich jeden Tag dank der #100daysofsummer2014 Challenge von Ve Volff dazu ein Foto auf Instagram hochzuladen.

Wie dem auch sei. Ich bin gerade überrascht, dass ich doch ein paar Worte gefunden habe, um meine Situation zu erklären, aber auch um ein Zeichen zu geben, dass ich diesen Blog noch nicht vergessen habe. Ich versuche mein Bestes um schnellstmöglich wieder zurück zur Fotografie zu finden und um an diesen Beitrag anzuknüpfen. Bis dahin.

20. Juli 2014  Hinterlasse einen Kommentar

Lesestunde bei Kerzenschein (Augenblick)

Hier ein paar Bilder, die ganz spontan bei einer Lesestunde bei Kerzenschein entstanden sind. Drauf hatte ich mein Testobjektiv von SIGMA, das 30mm F1.4. Ein überragend Lichtstarkes Objektiv, das sich mit einer spielenden Leichtigkeit bedienen lässt. Für die nächsten zwei Wochen darf ich das 30mm noch “mein” nennen, dann muss es leider wieder zurück nach Berlin. Bis dahin werde ich mit der Festbrennweite viel Zeit verbringen und weitere Bilder machen!

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Einen ausführlichen Testbericht zum 30mm F1.4 wird es dann am Ende der Testwochen geben. Bis dahin könnt ihr euch die Canon EOS 100D anschauen oder meinen Facebook-Kanal auf aktuelle Testbilder überprüfen.

22. Januar 2014  Hinterlasse einen Kommentar

Weil Lächeln Leben bedeutet – Picture you, Picture me

Nach Victor Borge ist ein Lächeln die kürzeste Entfernung zwischen zwei Menschen und beschreibt eine ehrliche Beziehung zwischen diesen Menschen. Und manchmal ist ein Lächeln die einzige Möglichkeit um das Leben leben zu können. So oder so ähnlich könnte man das einzigartige Projekt von Emer Gillespie beschreiben, die seit 2008 sich und ihre Tochter regelmäßig porträtiert. Mal melancholisch stimmend, mal witzig, mal abgedreht und auch mal ganz normal.

Kite Flying

Emer unternimmt mit dieser Art der Fotokunst den Versuch ihrer von Trisomie-21 (Down-Syndrom) betroffenen Tochter das ohnehin schon schwierige Leben angenehmer zu gestalten und ihr somit täglich ein Lächeln zu schenken. Auf diese Weise verarbeitet die Mutter den Schicksalsschlag für sich selbst und bietet der Tochter eine wundervolle Perspektive.

Hair

“Picture You, Picture Me” ist eine zutiefst emotionale Serie der irischen Künstlerin und berührt mich total. Wohl weil Mutter und Tochter jeweils immer in die gleichen Rollen ihrer Motive schlüpfen. So können beide – sowohl Mutter, als auch die Tochter – stets voneinander lernen. Während das hübsche junge Mädchen ihren Blick direkt in die Kamera richtet, bewegt sich die Mutter von ihr ab. Auf diese Weise tauschen die beiden in ihren Rollen aus. Ergreifend und herzerwärmend.

Bubbles

Make-Up

Teeth Brushing

Eines wird mir dabei einmal mehr klar: Man kann und sollte so unendlich dankbar sein, wenn die eigenen Kinder vollkommen gesund zur Welt kommen. Aber auch wenn nicht, diese Geschichte zeigt, dass Laoisha möglicherweise ein weitaus glücklicheres Leben führt, als so manch anderer. Das ist ihr auch nur zu wünschen.

(Bildquelle: Emer Gillespie 2008-2014)

10. Januar 2014  Hinterlasse einen Kommentar

Im Schlaraffenland der Fotopassion – Liebe, Leben, Saturn

Der Blick auf die Uhr verrät mir, dass es kurz nach sieben Uhr ist. Nein, falsch. Ein Blick auf das Smartphone verriet mir, ach egal. Ich hab das Ding sowieso schon wieder in die Jackentasche gestopft und die Uhrzeit vergessen. Wie spät war es noch gleich? Ach egal, wenn ich schon mal da bin. Spinat hab ich beim Rewe ebenso vergeblich gesucht, wie Kresse. Da wo letzte Woche noch der frische Spinat ausgelegt war, muss ich jetzt mit müden Augen feststellen, dass mich der Grünkohl aus seiner dreckigen Tüte anstarrt. Doch davon wird mein Appetit auf diese grüne Dichtungsmasse auch nicht größer. Spinat. Ich wollte einfach Spinat. Nachdem mich mein Weg auch beim Aldi und beim Teegut hat vergeblich suchen lassen, möchte ich die Gunst der Stunde ausnutzen und kurz zum Technikhändler meines Vertrauens vorbeischauen.

Es sollen in diesem Zusammenhang keine Namen fallen, aber nachdem das Fotogeschäft bereits die Tore geschlossen hatte und der nächste Laden sicherlich gerade im Begriff war seine Tore zu schließen, blieb mir nur die Wahl um zum Saturn zu schauen. Verzweiflung nenne ich das. Aber Mann macht, was Mann halt gerne macht: Technik gucken. Und so habe ich Technik geguckt. Überraschenderweise sogar so entspannt, dass mich meine Erinnerungen an diese Minuten noch immer so beschäftigen, dass ich sie aus Ausgangspunkt für diesen Artikel verwende.

Wo war ich? Richtig. Überraschenderweise war die Kameraecke vollkommen leer. Es waren weder nervige Kinder mit Pommesfinger noch übereifrige Verkäufer in der Nähe. Es war niemand zu sehen. Diesen Moment der Unachtsamkeit habe natürlich direkt erkannt und habe mich ins Schlaraffenland der Kameras begeben.

 ©2010-2014 yasislas

Generell verheißt dieser Ausflug jedoch leere Akkus, zerstörte Objektive oder endlos quiekende Alarmsignale. Diesmal jedoch schien man mich auch hier herzlich einzuladen alles anfassen und probieren zu können. Zu meiner Überraschung fielen mir die Nikon D7000 und die aktuelle Canon EOS 70D in die Hände. Funktionsfähig und einsatzbereit. Überragend. Was strahlte mein Herz beim Anblick dieser fantastischen Kameras. Unter normalen Umständen kann man die 70D nur durch das Sicherheitsglas begutachten und die D7000 wird schon gar nicht mehr ausgestellt. Und was tut Mann, wenn Mann allein ist? Richtig, friemeln und knippsen. Es war so unendlich angenehm ohne lästige Verkäufer zum Produkt eine Beziehung aufbauen zu können.

Jeder kennt sie, diese finster dreinblickenden Zeitgenossen mit einem Höchstmaß an Fingerspitzengefühl, ähnlich dem eines Elefanten im Porzellanladen und einer Ausstrahlung von einem schwarzen Stein. Wäre dieses Manko wenigstens mit entsprechender Fachkompetenz zu überblenden, würde ich sie im Kopf nicht mit Filzstiften bemalen. Doch leider tuen sie mir und sich am allerwenigsten damit einen Gefallen. Wenn sie nicht gerade so schauen würden, als hätte man sie beim Gasolieren erwischt, wird man aufs Freundlichste auf etwaige Anlaufstellen im Internet verwiesen. “Haben sie schon mal bei Google geschaut?” Google? Ist das diese Ding ohne Kanten mit dem man Bowlen kann? Nicht? Dann weiß ich auch nicht.

Zum Glück blieb mir dieses Szenario also fern und so konnte ich mich weiterhin den wichtigen Aspekten meines Ausflugs ins Schlaraffenland widmen. Kaum habe ich die EOS 70D aus der Hand gelegt, fällt mir auch die 650D entgegen. Nimm mich mit schreit es mir ins Ohr, drum hänge ich sie lieber wieder auf ihren Plastikhals. Die 650D ist ja so ein Modell, bei dem ich nicht weiß, was ich mir davon erhoffen soll. Gleiches gilt für die 700D. Mit der 600D habe ich die gleichen Vorzüge und muss lediglich auf das WiFi verzichten. Aber egal, das ist eine andere Sache. Also wende ich mich der kompakten PowerShot G1-X zu. Viel zu schwer, so mein erster Gedanke. Mit der G1-X kann man wohl in Atomkraftwerken einziehen oder den Stand auf dem Mond behalten. Auch wenn es lappige 530 Gramm sind, so kommt es mir vor wie ein Sack voller Blei. Und dann war ich nicht nur so schlapp für die Kamera, sondern konnte auch nicht einmal gescheit durch den Sucher schauen. Ständig drückt mir irgendein Knopf ins Gesicht oder ich sehe mehr vom Objektiv als vom Objekt der Begierde.

Naja, dann soll es halt die Pentax K30 für den Moment sein. Oder auch nicht. Das Gerät fühlt sich an wie ein schickes Brett mit Kanten. Meine Finger finden kaum Platz in der Nische zwischen Objektiv und Griff und so hänge ich auch dieses Modell wieder an den Haken. Ernüchternd denke ich mir. Also wende ich mich wieder der D7000 zu und frage mich, für welches Modell ich mich denn nun entscheiden soll: EOS 70D oder D7000 (bzw. D7100).

Für gar keines, denn genau in diesem Moment springt neben mir das Alarmsignal an, ein junger Mitarbeiter – der garantiert nicht Nick heißt – stürmt mit seiner Fernbedienung auf mich zu und sieht mich mitleidig an. Dass der werte Herr in der braunen Lederjacke neben mir mit seiner Alpha A58 den Alarm ausgelöst hat, scheint ihn nicht sonderlich zu interessieren. Da war er, der Moment an dem man aus seinen Träumen gerissen wird und erkennen muss, dass man im Saturn niemals fündig werden kann. Somit habe ich also ohne Kamera, Fernseher und gewiss auch ohne Spinat und Kresse meine Heimreise angetreten.

(Bildquelle: ©2010-2014 yasislas)

8. Januar 2014  Hinterlasse einen Kommentar

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